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Historisches Schiffswrack bei Seekabelarbeiten zu Dolwin 4 entdeckt

Bei Arbeiten zur Seekabelverlegung für das Offshore-Netzanbindungsprojekt Dolwin4 ist am Norderneyer Strand ein mutmaßlich rund 300 Jahre altes Holzschiffswrack entdeckt worden. Wie der Übertragungsnetzbetreiber Amprion mitteilt, handelt es sich nach ersten Einschätzungen um ein nahezu vollständig aus Holz gebautes niederländisches Schiff. Archäologen vermuteten eine Datierung in die Zeit des 17. oder 18. Jahrhunderts, hieß es weiter. Auf Grundlage der sichtbaren Strukturen gingen die Fachleute von einer Länge des Schiffes von etwa 15 Metern und einer Breite von fünf Metern aus.

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Bislang nur wenige Schiffsfunde aus dieser Zeit

„Dieser Fund ist besonders spannend, weil an der Küste Niedersachsens bislang nur wenige Wracks aus dieser Zeit gefunden und dokumentiert wurden“, erklärt Sonja König, Leiterin des Archäologischen Dienstes der Ostfriesischen Landschaft. Sie hofft auf neue Erkenntnisse über den Schiffbau der Zeit.

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Ein Team der Behörde ist derzeit dabei, die Fundstelle zu untersuchen. Erste Proben wurden entnommen, um das Alter des Schiffes präziser bestimmen zu können. Im Anschluss sollen Fragmente des Schiffes geborgen werden.

Bauarbeiten unterbrochen 

Um das historische Wrack bestmöglich zu schützen und fachgerecht zu untersuchen, habe Amprion die Bauarbeiten im unmittelbaren Bereich der Fundstelle direkt nach der Entdeckung eingestellt, teilte der Netzbetreiber weiter mit. „Der Schutz des kulturellen Erbes hat für uns höchste Priorität“, betont Stefan Sennekamp, Projektsprecher Dolwin4 bei Amprion. Der Baufortschritt der Seekabelverlegung werde nicht behindert.

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Die ersten Teile des Schiffswracks sind bereit geborgen und lagern auf Norderney oder wurden ans Festland gebracht. Der Rest des Wracks wird laut Amprion im Boden verbleiben. Derzeit erkunden Archäologen mithilfe von Spüllanzen die genaue Lage des Wracks. Erst danach könne entschieden werden, wie die Kabelverlegung an dieser Stelle konkret weitergehe, so Sennekamp. „Wir haben einen genehmigten Bereich und prüfen dann, ob wir das Kabel um das Wrack herumlegen können.“ Bis diese Entscheidung gefallen sei, werde an anderer Stelle am Strand gearbeitet.