Wie das Windturbinen produzierende Unternehmen am Mittwoch ankündigte, soll der neue Betriebsmodus bei einer Nennleistung von 7,3 Megawatt (MW) im Verhältnis zu einer zuletzt bei maximal knapp 7,0 MW eingestellten Erzeugungskapazität keinen höheren Schallleistungspegel erzeugen. Die damit nicht lauter arbeitende Turbine soll somit bis zu 1,7 Prozent mehr Jahresertrag einfahren und aufgrund eben ihrer begrenzten Geräuschemissionen „besonders interessant für den deutschen Markt“ sein. Bisher habe Nordex schon Aufträge für die N175-Modelle einer Größenordnung von zusammengenommen mehr als drei Gigawatt (GW) erhalten.
Ausland und Gigawattdimension: Neue Windturbinenflaggschiffe erobern Markt
Nordex hatte die Anlage N175 mit 175 Meter Rotordurchmesser erstmals Ende 2024 als Prototyp im schleswig-holsteinischen Windpark Janneby installiert. Erst zwei Jahre davor hatte der Turbinenbauer sie angekündigt. Das Modell ist eines von mehreren in den Portfolien der führenden Windturbinenschmieden, das mit mindestens 170 Meter Rotordurchmesser ausgreift und das Nennleistungsniveau von 7 MW erreicht oder übertrifft. Auch die Haupt-Wettbewerbsunternehmen aus Europa, Vestas und Enercon sowie Siemens Gamesa sind mit ähnlich ausgreifenden und hochleistungsstarken Windturbinen auf den Markt getreten. Den bisherigen Nennleistungshöchstwert unter den schon in Deutschland in ersten Windparks errichteten Anlagen dieser Anlagenklasse hatte bisher Vestas-Modell V172 mit 7,2 MW.
Mit einem neuen Stahl-Beton-Hybridturm für eine Nabenhöhe von 162,5 Metern will Nordex nun zudem die N175-Turbinen auch Standorte erschließen lassen, wo eine Höhenbegrenzung bis zu oberen Flügelspitze der Rotordrehung von 250 Metern gilt. Die neue Turmfiguration befinde sich noch in ihrer Entwicklungsphase, teilte Nordex mit. Jedoch sollen Kunden den Turm schon in der zweiten Jahreshälfte bekommen können.