Mit dem offiziellen Baustart des Windparks Mannichswalde setzt Sachsenenergie ein Signal für den Ausbau erneuerbarer Energien in Sachsen – und für nachhaltige wirtschaftliche Effekte auf kommunaler Ebene. In Crimmitschau entsteht ein moderner Windpark mit vier leistungsstarken Windenergieanlagen, der nicht nur klimafreundlichen Strom liefert, sondern auch messbare finanzielle Vorteile für Kommunen, Investoren und die Region schafft.
In Mannichswalde, einem Ortsteil von Crimmitschau, haben die Tiefbauarbeiten für den neuen Windpark begonnen. Bereits seit dem Sommer 2025 laufen bauvorbereitende Maßnahmen wie Wegebau und die Errichtung von Kranstellflächen. Mit dem Aushub der Fundamentgruben startet nun der eigentliche Aufbau der Anlage.
Lesen Sie hier unseren aktuellen Kommentar zum Windkraftzubau.
Der Zeitplan ist klar strukturiert: 2026 folgen Fundamentbau, Turmbau und die Errichtung des Umspannwerks. Anfang 2027 ist die geplante Inbetriebnahme Sachsenenergie setzt dabei auf den Anlagentyp Nordex N163/6.X. Jede der vier Anlagen verfügt über eine Leistung von sieben Megawatt. Mit einem prognostizierten Jahresertrag von 70 Gigawattstunden erzeugt der Windpark künftig grünen Strom für rund 22.000 sächsische Haushalte.
Wirtschaftliche Vorteile für Kommunen: Planbare Einnahmen über 20 Jahre
Ein zentrales Argument für Investoren und kommunale Entscheidungsträger ist der direkte finanzielle Mehrwert für die Region. Der Windpark Mannichswalde erfüllt die Voraussetzungen des § 6 EEG und beteiligt die umliegenden Gemeinden aktiv am wirtschaftlichen Erfolg.
Lesen Sie mehr zum Windzubau 2025 in Deutschland.
Für jede erzeugte Kilowattstunde Strom fließen 0,2 Cent in die Gemeindekassen der Kommunen im 2,5-Kilometer-Umkreis. Auf Basis der Ertragsprognose ergibt sich eine jährliche Zahlung von rund 134.000 Euro, verteilt nach Flächenanteilen:
Crimmitschau: ca. 47.000 Euro
Jonaswalde: ca. 35.000 Euro
Thonhausen: ca. 38.000 Euro
Heukewalde: ca. 10.000 Euro
Vollmershain: ca. 4.000 Euro
Diese Zahlungen erfolgen über einen Zeitraum von 20 Jahren und sind nicht zweckgebunden. Kommunen können die Mittel flexibel einsetzen – etwa für Kitas, Schulen, Sportanlagen, Kulturprojekte oder Infrastrukturmaßnahmen. Die Kommunalabgabe erhöht die lokale Akzeptanz und reduziert langfristige Projektrisiken.
Lesen Sie mehr zu aktuellen Auktionsergebnissen in der Windkraft.
Gewerbesteuer bleibt vor Ort: Regionale Wertschöpfung gesichert
Sachsenenergie hat für den Betrieb des Windparks eine eigene Betreibergesellschaft vor Ort gegründet. Dadurch verbleiben die Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Crimmitschau. Für Kommunen bedeutet das zusätzliche, stabile Haushaltsmittel – unabhängig von Förderprogrammen oder kurzfristigen politischen Entwicklungen.
Wenn Sie optimal informiert seinen wollen, abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter.
Diese Kombination aus EEG-Kommunalabgabe und Gewerbesteuer macht Windenergieprojekte wie Mannichswalde zu einem verlässlichen Baustein kommunaler Finanzplanung. Der Windpark Mannichswalde erfüllt zentrale Kriterien, die für Investoren im Bereich erneuerbare Energien entscheidend sind:
Moderne Anlagentechnologie (Nordex N163/6.X)
Hoher Jahresertrag von 70 GWh
Planbare Laufzeit von mindestens 20–25 Jahren
Option auf Repowering nach Ablauf der Betriebszeit
Rechtssichere Genehmigung nach BImSchG
Hohe Akzeptanz durch kommunale Beteiligung
Nach rund 25 Jahren erfolgt entweder ein vollständiger Rückbau oder ein Repowering durch Sachsenenergie – inklusive fachgerechter Entsorgung und Wiederherstellung der Flächen.
Bürgerbeteiligung als Erfolgsfaktor
Neben der kommunalen Beteiligung prüft Sachsenenergie bei jedem Projekt auch finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger. Für den Windpark Mannichswalde wird derzeit ein entsprechendes Angebot entwickelt. Ziel ist es, Menschen im direkten Umfeld nicht nur ideell, sondern auch wirtschaftlich einzubinden. Vergleichbare Projekte – wie das Crowdfunding beim Windpark Reinsdorf – zeigen, dass solche Modelle die regionale Akzeptanz deutlich erhöhen und zusätzliche Investitionschancen eröffnen.
Nachhaltigkeit und Rechtssicherheit: Genehmigt nach höchsten Standards
Der Windpark Mannichswalde erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen. Die Genehmigung erfolgte gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und umfasst unter anderem:
Einhaltung der Schallgrenzwerte (TA Lärm)
Begrenzung von Schattenwurf (max. 30 Minuten/Tag, 8 Stunden/Jahr)
Naturschutzmaßnahmen, z. B. Abschaltungen zu Brutzeiten
Vorgaben zu Boden-, Gewässer- und Arbeitsschutz
Berücksichtigung des Luftverkehrs und Brandschutzes
Zusätzlich investiert Sachsenenergie gezielt in Ausgleichs- und Umweltschutzmaßnahmen, etwa die Sanierung eines Storchenstandorts oder die Pflanzung von Streuobstwiesen.
Windpark Mannichswalde als Vorbild für kommunale Energiewende
Der Baustart des Windparks Mannichswalde zeigt exemplarisch, wie erneuerbare Energien, kommunale Finanzen und Investoreninteressen erfolgreich zusammenwirken können. Für Kommunen bedeutet das Projekt langfristige, planbare Einnahmen, für Investoren technisch und wirtschaftlich solide Rahmenbedingungen – und für die Region eine nachhaltige Perspektive. Windenergie wird hier nicht nur erzeugt, sondern in regionale Wertschöpfung übersetzt.