Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
Matthias Brandt gehört zu den Führungspersönlichkeiten, die viele in der Windbranche seit Jahren kennen. Er hat die Deutsche Windtechnik mit aufgebaut, ihr Wachstum begleitet und sich auch öffentlich für die Energiewende eingesetzt. Nun soll er Saxovent Renewables durch die nächste Entwicklungsphase führen. Er folgt auf Thorsten Freise, der das Unternehmen Ende September verlässt. Auf der Windenergy Hamburg vom 22. bis 25. September stellten sich beide gemeinsam für Saxovent vor.
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Der Schritt zeigt: Brandt zieht sich nach seinem Abschied bei der Deutschen Windtechnik nicht aus der Branche zurück. Er wechselt vielmehr an einen anderen Punkt der Wertschöpfungskette. Während es bei der Deutschen Windtechnik vor allem darum ging, Windenergieanlagen zuverlässig in Betrieb zu halten, stehen bei Saxovent die Planung und Entwicklung neuer Projekte im Mittelpunkt. Diese Erfahrung aus dem laufenden Anlagenbetrieb bringt Brandt nun in seine neue Rolle mit.
Zwei Jahrzehnte Deutsche Windtechnik
Seit 2005 prägte Brandt den Aufbau der Deutschen Windtechnik; Ende 2025 legte er sein Vorstandsmandat nieder. Aus einem kleinen Servicedienstleister wurde in dieser Zeit ein international tätiges Unternehmen. Die Deutsche Windtechnik ist heute eng mit dem herstellerunabhängigen Service für Windenergieanlagen verbunden – und Brandts Name eng mit ihrer Entwicklung.
Hier mehr zum Wechsel bei Deutsche Windtechnik.
Zu seiner Bekanntheit trägt bei, dass er nicht nur als Unternehmenschef auftrat. Brandt sprach in Interviews und Branchenformaten über die praktischen Voraussetzungen der Energiewende, etwa über Fachkräfte, Qualifizierung und den Betrieb von Windparks. Auch in unserem Videointerview von vor drei Jahren zeigte er sich positiv und optimistisch. Dass er nun eine neue Aufgabe annimmt, passt zu diesem Eindruck: Brandt will die Entwicklung der Branche weiter mitgestalten, statt nach seinem Abschied von der Deutschen Windtechnik stehenzubleiben.
Saxovent will die nächste Phase gestalten
Bei Saxovent trifft Brandt auf ein Unternehmen, das sich zuletzt breiter aufgestellt hat. Nach Angaben der Gruppe entwickelte Freise Saxovent Renewables in den vergangenen zwei Jahren zu einem Anbieter für die ganzheitliche Projektentwicklung. Die Projektpipeline sei vervierfacht, die Solarsparte ausgebaut und zwei neue Standorte eröffnet worden. Brandt übernimmt damit kein Unternehmen am Anfang seines Weges, sondern eines, das seinen Wachstumskurs unter veränderten Marktbedingungen fortsetzen will.
Saxovent verweist insbesondere auf bevorstehende regulatorische Veränderungen wie die EEG-Novelle und das sogenannte Netzpaket. Für Brandt wird es deshalb nicht allein darauf ankommen, zusätzliche Wind- und Solarprojekte voranzubringen. Eine zentrale Frage ist auch, wie sich erneuerbare Erzeugung, Stromnachfrage und wirtschaftliche Tragfähigkeit besser zusammenbringen lassen. Carsten Paatsch, CEO der Saxovent-Gruppe, bezeichnet Brandt als hervorragend vernetzten Wegbereiter der Energiewende und würdigt zugleich Freises Arbeit beim Ausbau des Unternehmens.
Vom Windpark in ein elektrifiziertes Energiesystem
Brandt selbst formuliert seine neue Aufgabe über den einzelnen Wind- oder Solarpark hinaus. Seine Vision sei ein stark elektrifizierter Markt, in dem Industrie, Endkunden, Wärme und Mobilität zunehmend mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Saxovent sieht er als agilen Akteur, der dafür gute Voraussetzungen mitbringt. Entscheidend sei nun, die Nachfrage und die verschiedenen Verbrauchssektoren besser mit dezentralen Erzeugungskapazitäten zu verknüpfen – und zwar ökonomisch tragfähig.
Darin liegt eine andere Herausforderung als in Brandts bisheriger Tätigkeit. Der Windservice richtet den Blick auf Anlagen, die bereits Strom produzieren; die Projektentwicklung muss Voraussetzungen schaffen, bevor eine Anlage überhaupt gebaut werden kann. Brandts Erfahrung im Betrieb dürfte dabei eine wertvolle Perspektive sein. Ob und wie sie Saxovents künftige Projekte prägen wird, muss sich allerdings erst zeigen. Auch innerhalb der Geschäftsführung gibt es einen weiteren Wechsel: Dominik Winau scheidet zum heutigen 30. September aus; seine Aufgaben übernimmt Sascha Rösler, der bereits die Finanzen der Saxovent-Gruppe leitet.
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Ronny Meyer folgte Brandt bei der Deutschen Windtechnik
Brandts frühere Aufgabe ist bereits neu besetzt. Sein Vorstandsmandat bei der Deutschen Windtechnik endete am 31. Dezember 2025; zum 1. Januar 2026 übernahm Ronny Meyer die Position des CEO. Brandt begleitete den vorbereiteten Übergang anschließend noch beratend bis März 2026. Während Meyer die Deutsche Windtechnik weiterführt, beginnt für Brandt bei Saxovent Renewables nun ein neues Kapitel in der Erneuerbaren-Branche.