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The smarter E Awards: Finalisten in der Kategorie Photovoltaik stehen fest

Die Transformation des Energiesystems ist nicht aufzuhalten. Innovationen sind heute wichtiger denn je. Wie zukunftsweisend die Solarbranche ist, zeigen die zahlreichen Bewerbungen für die diesjährigen The smarter E Awards. Diese werden in fünf verschiedenen Kategorien vergeben und eine Jury hat unter den vielen Bewerbungen in der Kategorie Photovoltaik jetzt die Finalisten ausgewählt.

Mehr Vielfalt bei Solarmodulen

Diese Neuentwicklungen, die auf der Messe in München vom 23. bis 25. Juni 2026 gezeigt werden, bilden die aktuellen Trends unter anderem bei Solarmodulen ab. Hier geht es unter anderem um die Schattenresistenz durch innovative Zelldesigns und integrierte Bypass-Dioden. Weitere Neuentwicklungen sind ultraleichte Paneele für statisch anspruchsvolle Dächer oder flexible Kunststoffmodule für mobile Anwendungen. Auf dem Gründach sind bifaziale vertikal installierte Module die jüngste Innovation. Im Mittelpunkt der Auswahl standen aber auch Module mit verstärkter Hagelresistenz. Auch das Thema Nachhaltigkeit rückt immer mehr in den Fokus, durch bleifreie Verbindungstechnologien und Module mit deutlich reduziertem CO2-Fußabdruck.

Neue Trends bei Wechselrichtern und Montage

Auch die Leistungselektronik wird immer innovativer, da sie mehr Aufgaben übernehmen muss. Hier geht der Trend hin zu immer höherer Leistungsdichte und höheren Spannungsklassen. Moderne Stringinverter und Großwechselrichter stoßen inzwischen in den Bereich von 2.000 Volt am DC‑Eingang vor. Auf der AC-Seite geht es hier um Spannungen von 1.000 Volt. Doch auch Flexibilität ist hier gefragt – etwa mit verbesserten Modulwechselrichtern oder Leistungsoptimierern.

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Die Kategorie Photovoltaik umfasst auch Montagesysteme, wo die Innovation vorwiegend aufgrund neuer Herausforderungen seitens der Flächenkulisse, der Kundengruppen, der Anwendungen und der Modulhersteller weitergeht. Hier geht es unter anderem um neue Systeme für Floating-PV und Agri-PV sowie Lösungen für den Natur- und Artenschutz in Solarparks.

Solaranlagen flexibilisieren

Ins Finale hat es unter anderem Atmoce geschafft. Das Unternehmen hat mit dem MI‑Series-2-in-1-Mikrowechselrichter ein kompaktes Gerät entwickelt, an das zwei Module mit zusammen 1,2 Kilowatt angeschlossen werden. Der Vorteil: Der Inverter optimiert die Leistung beider Module unabhängig voneinander.

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Starke Wechselrichter im Finale

Die Optimierung auf Modulebene ist bei Solaredge schon von Anfang an Grundprinzip. Jetzt hat das israelische Unternehmen einen neuen Wechselrichter entwickelt. Der Nexis Inverter 3ph ist ein dreiphasiger Hybridwechselrichter für den Bereich der Kleinanlagen auf Wohnhausdächern. Er erreicht eine Nennleistung von acht bis 20 Kilowatt und kann Speicherstacks mit 4,9 bis 19,6 Kilowattstunden einbinden. Er liefert sogar serienmäßig einen Ersatzstrom mit einer Leistung von bis zu 20 Kilowatt.

Im Finale steht auch Huawei Technologies mit dem intelligenten Stringinverter SUN2000‑506KTL. Wie die Typenbezeichnung schon verrät, kann das Gerät eine Anlagenleistung von 506 Kilowatt wechselrichten, was eine bemerkenswerte Nennleistung für einen Stringinverter bedeutet.

Planung, Montage und Betrieb von Solarparks

Goldbeck Solar hat es mit seinem System Heliomatix ins Finale geschafft. Dabei handelt es sich um eine Möglichkeit, den Bau von großen Solarparks zu automatisieren und so die Installation zu beschleunigen. Das spart viel Geld bei der Montage der Anlage.

Lösungen für die Energiewirtschaft

Im Bereich Großanlagen hat es auch der amerikanische Softwareentwickler Pvfarm geschafft. Das Unternehmen hat eine leistungsstarke, webbasierte Plattform zur Planung und Optimierung von großen Solarkraftwerken entwickelt.

Der spanische Hersteller IED Electronics Solutions hat mit True Wind eine Winddruckmessung entwickelt, die direkt an der Konstruktion von Solartrackern befestigt wird. Dies ermöglicht einen optimalen und vor allem sicheren Betrieb solcher Nachführanlagen.

Widerstandsfähige und nachhaltige Module entwickelt

Mit Longi Green Energy Technology und Solyco haben es auch Modulhersteller ins Finale der Smarter E Awards geschafft. Das Himo 9 Ice-shield von Longi ist ein Freiflächenmodul mit einem speziellen Design, das auf Extremwettereignisse abgestimmt ist. Das Berliner Unternehmen Solyco hat mit TECC-Connect einen Verbindungsdraht entwickelt, mit dem die Solarzellen in den Modulen ohne Einsatz von Silber, Blei oder Wismut verschaltet werden.

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Solyco Solar hat es mit dem Solon 35 noch mit einer zweiten Innovation ins Finale geschafft. Denn das Unternehmen montiert seine Module mit der TECC‑Connect-Technologie vertikal auf begrünten Flachdächern. Der Vorteil dieser Installationsvariante ist die geringe Verschattung des Gründaches. Gleichzeitig produziert die Anlage den Strom besser über den Tag verteilt, ohne die Mittagsspitze der südaufgeständerten Systeme.

Biodiversität im Blick

Die Biodiversität von Solaranlagen ist in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden. Diesem Bereich der Projektierung von Solarparks hat sich das ungarische Unternehmen Myconest angenommen. Es wird auf der Smarter E Europe ein modulares Habitatsystem auf Myzelbasis vorstellen, das in solaren Freiflächenanlagen integriert werden kann. In diesen biologisch abbaubaren Myzelstrukturen können sich Insekten und andere Kleinlebewesen ansiedeln und so die Artenvielfalt im Solarpark unterstützen.

Die Gewinner werden am 22. Juni, am Vorabend des Messestarts von The smarter E Europe, ab 17:00 Uhr im International Congress Center Messe München (ICM) ausgezeichnet. Interessierte können die Preisverleihung kostenfrei besuchen.