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Weltweit

US-Energieministerium verzögert Wind- und Solarprojekte in Kalifornien

Insgesamt sind ungefähr 20 Projekte betroffen von der Verzögerungstaktik des US- Energieministeriums, das mit aufwendigen Verfahren für die Kreditgarantien diverse Projekte schmachmatt setzt. Das drängendste Problem ist die Tatsache, dass die Projektentwickler dadurch 10 Milliarden an Förderungen aus dem US-Konjunkturprogramm verlieren können, wenn sie nicht schon dieses Jahr den ersten Spatenstich ansetzen. Und schon werden Stimmen laut, dass auf diese Weise mehr als 12.000 Arbeitsplätze im sowieso schon arg gebeutelten und hoch verschuldeten US-Bundesstaat verloren gehen könnten.

Schwarzenegger schrieb letzte Woche an den Energieminister Steven Chu, dass durch die schleppende Bearbeitung der Kredite, das Ziel, die Energiemenge durch Solaranlagen zu verzehnfachen, ernsthaft gefährdet sei. Die Antwort aus dem Ministerium kam prompt zurück, in dem man auf die Interessen der Steuerzahler bei der Vergabe öffentlicher Gelder hinwies. Das Problem ist bekannt. Obwohl 77 Milliarden schon lange bereit liegen, hat die Behörde bisher nur knapp 600 Millionen Dollar bewilligt und läßt sich viel Zeit beim Prüfen der Anträge.

Big is beautiful

Aber nicht alle stöhnen. Denn am 27. Juli wurde bekannt, dass der größte Onshore-Windpark der Welt vollständig privat finanziert wird und in Bau gehen kann. 600 Turbinen werden 1550 MW an Leistung bringen und die Mojave-Wüste an die Spitze der Welt in Sachen Windenergieanlagen katapultieren. Southern California Edison wird die großen Strommengen aus dem Alta Wind Energy Center direkt nach Los Angeles liefern und den Betreiber Terra-Gen Power LLC aus New York noch (einfluss)reicher machen.