Die Lotsenstelle für alternative Antriebe der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz hat einen Mobilitätskompass für Kommunen und Unternehmen erstellt. Diese Online-Plattform unterstützt Fuhrparkmanager:innen und Interessierte dabei, Mobilität effizienter und klimafreundlicher zu denken und zu planen. Der Mobilitätskompass steht neben Rheinland-Pfalz noch in vier weiteren Bundesländern mit vergleichbaren Inhalten zur Verfügung.
Kosten für Ladesäulen schnell kalkulieren
Damit können Kommunen und Unternehmen die Kosten für eine Ladesäule am Verwaltungs- oder Gewerbegebäude schnell kalkulieren, das Potenzial für die Umstellung des Fuhrparks auf Elektromobilität abschätzen oder eine umfassende Analyse der betrieblichen Mobilität durchführen. Denn ein zentrales Element der Plattform ist ein integriertes Berechnungstool für betriebliches und behördliches Mobilitätsmanagement (BMM). Es ermöglicht eine Komplettbetrachtung der Mobilität je Standort. Das Tool berücksichtigt unter anderem den Fuhrpark, Dienstreisen sowie die Mobilität der Mitarbeiter:innen.
Bestandsaufnahme und Umsetzungsenpfehlungen
Das Programm ist modular aufgebaut und umfasst bis zu sieben Themenbereiche. Anwender:innen erhalten eine übersichtliche Bestandsaufnahme sowie klar priorisierte Empfehlungen von Maßnahmen mit einzelnen Umsetzungsschritten. Diese Empfehlungen können sowohl als Arbeitshilfen als auch als Entscheidungsgrundlage genutzt werden. Auf diese Weise kann die Kommune oder der Gewerbebetrieb nicht nur die Kosten und Umweltschäden verringern. Es wird auch möglich, passende Angebote für die Mitarbeiter:innen zu schaffen. Denn die Planer:innen können entweder individuelle Parameter eingeben oder die hinterlegten Beispielszenarien nutzen.
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Fuhrpark analysieren
In den Mobilitätskompass sind auch weitere digitale Anwendungen für die Elektromobilität integriert, die in Rheinland-Pfalz vorher auf dem sogenannten Elektroflottenplaner verfügbar waren. Dazu gehören der Kostenrechner für Ladeinfrastruktur, Fuhrparkanalysetools sowie ein Marktüberblick zu Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Diese Anwendungen wurden schon von vielen Kommunen und Unternehmen für die Vorbereitung eigener Projekte genutzt. Mit dem Relaunch und der Erweiterung zum Mobilitätskompass biete die Plattform einen breiten, zugleich übersichtlichen und niedrigschwelligen Einstieg auf dem Weg zu mehr Effizienz, Klimaschutz und Zukunftsfähigkeit in der Mobilität vor Ort, teilt die Energie- und Klimaschutzagentur mit.
Der Mobilitätskompass steht Anwender:innen aus den fünf Bundesländern kostenfrei zur Verfügung. Dazu müssen sich die Nutzer:innen neu registrieren und können mit der Planung ihrer Ladeinfrastruktur loslegen.