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Die Nachfrage nach Batteriespeichern in Europa ist weiterhin hoch. Laut aktueller Marktanalyse von Solarpower Europe (SPE) wurden im Jahr 2025 neue Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von 36 Gigawattstunden neu in Betrieb genommen. Das ist ein Wachstum um 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit sind in Europa Speicher mit einer Gesamtkapazität von 100 Gigawatt ans Netz angeschlossen.
Zwölf Jahre Wachstum
Es ist bereits das zwölfte Jahr in Folge, in dem der Markt für Batteriespeicher wächst, auch wenn dieses Wachstum nicht stetig ist. So hatte sich der Speichermarkt im Jahr 2024 langsamer entwickelt. Im Jahr 2025 war das Wachstum hingegen wieder etwas dynamischer. „Der Batteriemarkt in Europa entwickelt sich in die richtige Richtung, aber wir sind noch längst nicht dort, wo wir sein müssen“, betont Walburga Hemetsberger, Geschäftsführerin von Solarpower Europe. „Die EU hat dies mit einem Ausbauziel von 200 Gigawattstunden bis 2030 verstanden, doch um dieses Ziel zu erreichen, sind deutlich schneller Fortschritte notwendig“, mahnt sie.
Walburga Hametsberger verweist auf die Notwendigkeit von Batteriespeichern im weiteren Verlauf der Energiewende. „Sie spielen eine zentrale Rolle, ein flexibles, sicheres, widerstandsfähiges und bezahlbares Energiesystem zu ermöglichen“, erklärt die SPE-Chefin. „Nun müssen wir dafür sorgen, dass die richtigen politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit dieser Markt mit der erforderlichen Geschwindigkeit und in dem erforderlichen Umfang wachsen kann.“
Markt verschiebt sich in Richtung Großspeicher
Das Marktwachstum im Jahr 2025 wurde vor allem durch die Verschiebung in Richtung Großspeicher geprägt. Diese liefern erstmals mehr als die Hälfte der neu gebauten Speicherkapazität. Dies wiederum spiegelt deutlich die Notwendigkeit der Speicher für die Aufrechterhaltung der Systemstabilität wider. Der Ausbau gelangvorwiegendm durch neue Geschäfts- und Erlösmodelle für solche Großspeicher. Auch die Verschiebung von reinen Solaranlagen auf Freiflächen hin zu Kombinationen von Solarparks mit Speicher hat die Marktverschiebung begünstigt. Die Nachfrage nach Heimspeichern war hingegen im Vergleich zum Gesamtmarkt verhalten.
50 Gigawatt für dieses Jahr prognostiziert
Der europäische Solarverband rechnet mit einem weiteren Wachstum in den nächsten Jahren. SPE erwartet, dass die Installationszahlen in diesem Jahr auf 50 Gigawattstunden zulegen und bis 2030 auf eine jährlich neu installierte Kapazität von 138 Gigawattstunden wachsen. Dies wäre das Vierfache des Zubaus aus dem vergangenen Jahr. Damit könnten bis Ende des Jahrzehnts rund 470 Gigawattstunden Speicherkapazität mehr Flexibilität für die europäische Energiewende bereitstellen.
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Allerdings wird dies nicht ausreichen. Solarpower Europe hat ausgerechnet, dass bis 2030 Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von 600 Gigawattstunden notwendig sind. Um dies zu erreichen, müsste die Politik in Europa den Zubau stärker unterstützen. SPE schlägt als ersten Schritt einen dezidierten Batteriespeicher-Aktionsplan vor, der einen klaren Weg für den Ausbau vorgibt, um das Wachstum zu beschleunigen.
Zugangsbarrieren schleifen
Dieser Plan sollte unter anderem die Barrieren beim Netzzugang für Speicher abschaffen. Hier geht es um die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und Netzanschlüssen der Speicher – inklusive der Überbauung von Netzanschlüssen durch die Nachrüstung bestehender Erzeugungsanlagen mit Speichern. Dies gilt insbesondere für Regionen mit sehr hoher Netzauslastung.
Marktdesign anpassen
Zudem sollte das Design des Strommarktes stärker auf Speicher ausgerichtet sein. Dazu gehört der komplett diskriminierungsfreie Zugang der Speicher zu Energiemärkten. Diese Märkte sollten so gestaltet sein, dass Batteriespeicher belohnt werden, etwa durch eine angemessene Bezahlung von Flexibilität und Systemdienstleistungen. Außerdem sollten klare und bankfähige Investitionsmöglichkeiten geschaffen werden.
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Dazu gehören auch die faire Behandlung der Speicher bei Netztarifen, die Beseitigung von Doppelabgaben und eine stärkere Harmonisierung von Vorschriften und Standards in den Mitgliedstaaten. „Batteriespeicher erweisen sich zunehmend als wertvolle Systemlösung, insbesondere in Krisenzeiten“, betont Sonja Risteska, Leiterin der europäischen Batteriespeicherplattform.
Ukraine: Speicher sichern die Stromversorgung
Sie verweist auf die Entwicklung der Ukraine, die inzwischen zu einem der fünf größten Batteriemärkte Europas gehört. „Nach den umfangreichen Schäden an der Strominfrastruktur erwiesen sich Batteriespeicher als entscheidender Faktor für die Aufrechterhaltung der Systemstabilität und die Gewährleistung einer zuverlässigen Stromversorgung. Dies zeigt, wie Speicherkapazitäten für Ausfallsicherheit, Versorgungssicherheit und Flexibilität in unseren Energiesystemen sorgen und warum die europaweite Ausweitung dieser Lösungen für unsere Energieunabhängigkeit und -sicherheit von entscheidender Bedeutung ist“, erklärt Sonja Risteska.
Der gesamte European Battery Market Outlook 2026–2030 steht auf der Webseite von Solarpower Europe zum Download bereit.