Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
Der Speicherprojektierer Tesvolt baut in Lutherstadt Wittenberg einen Batteriespeicherpark mit einer Kapazität von 190 Megawattstunden. Insgesamt 36 Großspeicher errichtet das Unternehmen auf einer 2.000 Quadratmeter großen Gewerbefläche im Wittenberger Ortsteil Apollendorf, nur wenige Hundert Meter von der Produktionsstätte von Tesvolt entfernt. Es ist die bisher größte Anlage, die Tesvolt baut.
Anschluss direkt an die Hochspannung
Tesvolt
Der Netzbetreiber Mitnetz hat die benötigte Netzanschlusskapazität bereits zugesagt. Dieser wird über eine bestehende Hochspannungsleitung auf dem Gelände realisiert. Dazu wird Tesvolt noch ein Umspannwerk auf dem Areal errichten. Eine Schallschutzwand wird das im Norden liegende Wohngebiet gegen Lärm abschirmen. „Wir identifizieren geeignete Standorte für Großspeicherprojekte auf Basis technischer, regulatorischer und wirtschaftlicher Kriterien“, erklärt Daniel Hannemann, Geschäftsführer von Tesvolt, die Standortwahl.
Batteriespeicher finanzieren: Bankfähigkeit durch Struktur
Mit Sicherheit mehr Rendite: Batteriespeicher im Praxiseinsatz
Großspeicher und Solarprojekte prägen Messeagenda: Nächste Ausbaustufe der Energiewende
Mehr Solar- und Windkraft im Netz ermöglichen
Das Projekt in Apollensdorf sei ein wichtiger Meilenstein für den Ausbau des Großspeichergeschäfts von Tesvolt, wie Daniel Hannemann betont. „Sachsen-Anhalt zählt zu den Bundesländern mit einem besonders hohen Anteil erneuerbarer Energien. Batteriespeicher leisten dort einen wichtigen Beitrag, um Erzeugungsspitzen aus Wind- und Solarenergie aufzunehmen und das Stromsystem zu flexibilisieren“, sagt er.
Attraktive Erlöse durch Arbitragehandel
Tesvolt entwickelt das Projekt bis zur Baureife und übernimmt danach auch die Errichtung der Anlage. Die Finanzierung in Höhe von 35 Millionen Euro und der spätere Betrieb liegen in der Verantwortung eines Investors. Im März 2028 soll der Batteriepark dann in Betrieb gehen. Dann wird der Investor die Anlage über den Energiehandel refinanzieren. Das bedeutet, dass der Speicher Strom in Zeiten niedriger Börsenpreise einlagert und zu Zeiten wieder einspeist, wenn die Preise an der Strombörse wieder gestiegen sind. „Der Batteriepark bietet attraktive Erlöse durch einen solchen Arbitragehandel“, sagt Marco Reißhauer, Projektmanager bei Tesvolt. „Wir haben ziemlich schnell einen Investor gefunden – sicher auch, weil das Projekt schon so weit entwickelt und die Netzanschlusskapazität gesichert ist“, betont er.