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Wärmewende: KI-Plattform soll Wissen zugänglich machen

Wie kann Künstliche Intelligenz (KI) als Dolmetscher bei der Erstellung und Kommunikation von kommunalen Wärmeplänen dienen? Das will das Forschungsprojekt „HEATtogether“ am Fraunhofer IEG ergründen. „Kommunen und Stadtwerke verfügen heute über leistungsfähige Werkzeuge für die Wärmeplanung“, sagt Projektleiterin Tanja Kneiske. Die Herausforderung liege darin, die Ergebnisse für unterschiedliche Akteure verständlich und nutzbar zu machen. Mit HEATogether solle nicht einfach ein weiterer KI-Chatbot entwickelt werden, sondern „wir wollen Planungswerkzeuge, Künstliche Intelligenz und Wissen über die Menschen und Regionen erstmals in einer gemeinsamen Anwendung verbinden“, betonte Kneiske.

Informationen passend zur Nutzergruppe erklären

Um dieses Ziel zu erreichen, soll in den kommenden zweieinhalb Jahren eine KI-gestützte Plattform entstehen, die Wissen und Planungswerkzeuge zusammenführt. Sie soll komplexe Entscheidungen verständlicher machen und die Wärmewende in Strukturwandelregionen unterstützen.

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Die Plattform soll in der Lage sein, Informationen passend zur jeweiligen Region und Nutzergruppe zu erklären. Eine Fachperson bei einem Stadtwerk benötige andere Informationen als eine kommunale Verwaltung oder ein Bürger, heißt es vom Fraunhofer IEG. Auch regionale Erfahrungen und Besonderheiten sollen in die Vermittlung einfließen. Die Plattform könne beispielsweise dabei helfen, Ergebnisse verschiedener Planungsvarianten verständlich einzuordnen. Die zugrunde liegenden Berechnungen blieben dabei Aufgabe wissenschaftlich geprüfter Planungswerkzeuge. Die KI soll als „Dolmetscher“ zwischen den Fachebenen diese Ergebnisse erklären und zugänglich machen, nicht selbst Aussagen erzeugen.

Künftige Nutzer sind an der Entwicklung beteiligt

Die Forschenden entwickeln die Lösung gemeinsam mit ihren späteren Nutzerinnen und Nutzern. So sind die Energieversorger in Weißwasser, Aachen oder Hoyerswerda ebenso beteiligt wie die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen oder die Stadt Aachen.

Welche Informationen benötigen unterschiedliche Gruppen und wie nehmen sie Künstliche Intelligenz bei der Wärmewende wahr? Interviews, eine Befragung von mindestens 1.000 Menschen sowie die Untersuchung regionaler Erfahrungen sollen die Grundlage liefern und die Erstellung von typischen Nutzerprofilen ermöglichen. Anschließend entwickelt und erprobt das Projektteam die Plattform schrittweise mit Akteuren aus der Praxis. Mindestens sechs bis acht Erprobungsformate sind vorgesehen. Das Forschungsvorhaben läuft bis zum 31. Januar 2029