Foto: Siemens Gamesa Renewable Energy/Statoil

Offshore

WPD, Macquarie und Swancor setzen Taiwans nächste Meeresturbinen

Dem Bau des ersten Offshore-Windparks Formosa 1 in Taiwan bis Jahresende folgt 2020 der Bau von Formosa 2. Die Investoren bestellten nun die Anlagen.

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Tilman Weber

Wie Windturbinenhersteller Siemens Gamesa nun mitteilt, haben die investierenden Unternehmen Macquarie’s Green Investment Group und Swancor Renewable Energy nun die 47 Siemens-Gamesa-Anlagen für den Bau des geplanten 376 Megawatt (MW) starken Offshore-Windparks Formosa 2 bestellt. Die Order sieht die Lieferung von Windturbinen des neuen Direktantriebs-Modells mit acht Megawatt (MW) Leistung und einem Rotor mit 167 Meter Durchmesser vor. „Wir freuen uns, eine positive Investment-Entscheidung ankündigen (zu können), und wir sind nun bereit, den Bau des Offshore-Windparks Formosa 2 zu beginnen“, sagte Kimberly Cram, Projektdirektor von Formosa 2.

Baustart 2020

Wann genau der zweite Meereswindpark vor Taiwan in Gänze fertig sein wird, darüber geben die Partner nun keine exakte Auskunft mehr. Zuletzt noch war die Fertigstellung des Projekts mitsamt Einspeisestart noch für 2020 vorgesehen. Nun heißt es in der Mitteilung von Siemens Gamesa: Zu erwarten sei, dass die Errichtung des Windparks 2020 beginne.

Formosa 2 schließt in unmittelbarer Nachbarschaft an das derzeit noch im Bau befindliche 128-MW-Projekt Formosa 1 an. Bis Ende des Jahres soll dieses ans Netz gehen. Der Windpark entsteht ebenfalls aus Siemens-Gamesa-Turbinen, allerdings noch des Sechs-MW-Typs mit 154 Meter Rotordurchmesser SWT 6.0-154. Bei Formosa 1 sind außer ebenfalls Macquarie Capital und Swancor auch die Energiekonzerne Ørsted aus Dänemark und Jera aus Japan die Investoren. Anfang Oktober hatte Jera zudem bekannt gegeben, einen großen Anteil auch an Formosa 2 kaufen zu wollen.

WPD zurrt Finanzierung für Yunlin fest

Auf Formosa 2 könnte indes als nächstgrößeres Offshore-Windenergie-Projekt der chinesischen Insel der Bau des Windparks Yunlin mit 640 MW folgen – wenn Yunlin nicht sogar zeitgleich fertig werden sollte. Wie Projektierungsunternehmen WPD jüngst meldete, steht nun der Zusammenschluss der finanzierenden Banken. Hier soll die Errichtung ebenfalls 2020 beginnen und möglicherweise im selben Jahr noch abschließen.

2021 sollen die beiden Ausbaustufen 1 und 2 des 900-MW-Windparks Changhua folgen. Hier ist der Investor wiederum Energiekonzern Ørsted. Auch Yunlin und Changhua entstehen aus Siemens-Gamesa-Anlagen.

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