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Spanischer Versorger kauft Strom aus Solar- und Windparks per PPA

Der Ökostromanlagenbetreiber Encavis hat in Spanien seinen ersten Abnahmevertrag für eine hybride Lieferung (Power Purchase Agreement – PPA) von Solar- und Windstrom abgeschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung wird das Energieunternehmen Visalia über eine Laufzeit von dreieinhalb Jahren jährlich 60 Gigawattstunden erneuerbaren Strom abnehmen. Diesen Strom werden zwei Solarparks und drei Windparks in der Nähe von Zaragoza liefern. Encavis betreibt dort das Ökostromportfolio Aragón mit einer Gesamtleistung von 199 Megawatt.

Lieferung dem Bedarf anpassen

Diese Form des PPA hat Vorteile. Denn da sich die Erzeugungsprofile von Solar- und Windenergie ergänzen, ermöglicht der Stromliefervertrag eine ausgewogenere Versorgung mit erneuerbarem Strom zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten. „Spanien ist einer unserer wichtigsten Märkte, und diese Vereinbarung markiert einen weiteren Schritt in der Transformation unseres Geschäfts“, betont Mario Schirru, Geschäftsführer von Encvis. „Indem wir Wind- und Solarerzeugung mit der Strukturierung von Stromlieferungen verbinden, können wir unseren Kunden Lösungen anbieten, die noch besser zu ihrem Bedarf passen. Der PPA mit Visalia zeigt, wie wir diesen Ansatz in die Praxis umsetzen.“

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Lokal erzeugter Solarstrom mit Windstrom kombiniert

Mit dem direkt gelieferten Ökostrom diversifiziert Visalis seine Beschaffung und liefert den Strom an seine Kunden. „Die Vereinbarung mit Encavis stärkt unsere Strategie, Privatkunden, Eigentümergemeinschaften und KMU umfassend mit Energie zu versorgen“, erklärt Alejandro Tejero-Garcés, Managing Director von Visalia. „Indem wir lokal erzeugten Solarstrom aus unseren barrios solares, den solar neighbourhoods, mit Windstrom kombinieren, können wir unsere Energieversorgung auch nachts ergänzen und uns hin zu einem effizienteren, nachhaltigeren und wettbewerbsfähigeren Energiemodell entwickeln“, begründet er den Abschluss des Hybridvertrages.

Langfristiger Hybrid-PPA mit Vermarktung von Flexibilität ersetzt Einspeisevergütung

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Kombination bietet mehr Flexibilität

Es ist der erste Vertrag dieser Art, den Encavis in Spanien abschließt. In Zukunft will das Unternehmen aber verstärkt beide Technologien vermarkten. „Die Kombination von Solar- und Windenergie gibt uns mehr Flexibilität, PPA gezielt auf den Energiebedarf unserer Kunden auszurichten“, sagt Jorge Arenillas, Managing Director von Encavis Energy Solutions. „Diese Vereinbarung zeigt, welchen Mehrwert es bringt, sich ergänzende Technologien zu verbinden – und das Potenzial reicht weit über ein einzelnes PPA hinaus“, betont er mit Blick auf den PPA mit Visalis. „Europaweit sehen wir große Chancen, noch stärker kundenorientierte Lösungen zu entwickeln, darunter Full-Supply-Produkte, mit denen wir uns als langfristiger Partner positionieren – und nicht nur als Stromlieferant.“

Niederlassung in Madrid eröffnet

Dass das Unternehmen den ersten solchen Vertrag in Spanien abschließt, war durchaus folgerichtig. Schließlich ist Spanien einer der wichtigsten europäischen Märkte für Encavis. Jüngst hat das Unternehmen ein Büro in Madrid eröffnet, um diesen Markt noch besser entwickeln zu können. Encavis betreibt dort Solar- und Windparks mit einer Leistung von einem Gigawatt. Dazu gehören unter anderem die Solarparks Talayuela mit einer Leistung von 300 Megawatt und La Cabrera, der 200 Megawatt leistet. Beide gehörten nach Angaben des Unternehmens zu den ersten großen Solarparks in Europa, die ohne staatliche Förderung errichtet und betrieben wurden. Dazu kommen noch die Aragón-Windparks mit einer Leistung von 150 Megawatt.