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Auf den Windenergietagen

Für jeden Markt die passende Anlage

Stefan Lütkemeyer, Vertriebsleiter weltweit bei ENERCON, spricht über neue Anlagen-Designs, Effizienz und Qualität.

Mit dem erweiterten Produktportfolio der EP3- und EP5-Plattform und der Weiter­entwicklung der bereits bestehenden Baureihen verfolgt ENERCON neue Technologiekonzepte. Welche Vorteile bringen die neuen Produkte mit?

Stefan Lütkemeyer: Die EP3- und EP5-Baureihen überzeugen durch innovative technologische Weiter­entwicklungen verbunden mit den bekannten ENERCON-Qualitätsstandards. ENERCON bietet dem Markt sehr leistungsstarke und ertragreiche Anlagen. Viele Innovationen der neuen Plattformen wurden auch im Rahmen der Produktpflege in die bestehenden Anlagentypen übernommen.

Das Ziel, den Materialeinsatz zu minimieren, Fertigungs- und Aufbauzeiten zu reduzieren, um damit Kosten einzusparen, wurde hervorragend erreicht. Neue Generator- und Netzeinspeisekonzepte reduzieren die Gondelkopfmasse, erleichtern damit den Transport, beschleunigen den Aufbau und verbessern die Netzeigenschaften sowie den Wirkungsgrad der Windenergieanlagen (WEA). Insgesamt ist damit ein radikaler Schnitt im ENERCON-Design realisiert worden, der die WEA als kompakter, effizienter und kostenoptimiert charakterisiert.

Welche Anlagengrößen werden zum erweiterten Produktprogramm gehören?

Stefan Lütkemeyer: Die Rotordurchmesser der neuen Anlagentypen reichen von 126 m bis 160 m, die Nennleistungen der Anlagetypen von 3,0 Megawatt (MW) bis 5,0 MW. Auch eine Vielzahl möglicher Nabenhöhen mit bis zu 166 m steht passend zu individuellen Standorteigenschaften zur Verfügung. Das Ziel unseres Produktportfolios ist es, für unsere Zielmärkte und für jeden Standort die passende Anlage anbieten zu können.

Wie erleben Sie die Resonanz auf die neue Anlagengeneration? Wann können erste Projektierungen erwartet werden?

Stefan Lütkemeyer: Die neuen Anlagentypen stoßen durch ihr überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis auf eine sehr positive Resonanz bei unseren Kunden. Das Zusammenspiel aus hoher Nennleistung, großem Rotordurchmesser und hohen Türmen sichert Erträge in neuen Dimensionen.

Bereits 2018 starteten EP3-Großprojekte mit rund 100 Anlagen in der Türkei und Schweden. Der Prototyp der E-138 EP3 ist in Wieringermeer seit Februar 2019 erfolgreich in Betrieb. Die bisherigen Leistungsdaten übertreffen die Erwartungen. Mit dem Aufbau der E-147 EP5 (4,3 MW) im finnischen Paltusmäki wird ENERCON das erste Kundenprojekt im EP5-Programm realisieren. Darüber hinaus werden weitere Projekte im EP3- und EP5-Programm mit unseren Kunden vorbereitet.

Das neue Produktprogramm basiert auch auf den ersten gemeinsam mit Lagerwey entwickelten Windenergieanlagen. Wie gelingt der Schulterschluss?

Stefan Lütkemeyer: Nun erlaubt es uns das gebündelte Know-how der beiden Technologieführer für getriebelose Windenergieanlagen, ein gemeinsames Produkt anzubieten, das das Beste aus beiden technologischen Konzepten vereint.

Um diese Synergien auszuschöpfen, war ein steter und reger Austausch nötig. Alle Beteiligten arbeiten Hand in Hand sowohl in Barnefeld als auch in Aurich sowie an den Produktionsstandorten von ENERCONs Produktionspartnern. 

Auf den Windenergietagen:

ENERCON: Forum 5, 5.11.

Verbesserte Wirtschaftlichkeit

Neuer Enercon-Prototyp mit fast 70 Meter langen Flügeln

Enercon hat im Windenergie-Testfeld Wieringermeer den Prototyp der E-138 EP3 mit fast 140 Meter Rotor installiert. Nabenhöhen bis 160 Meter sind verfügbar.

Portfolio-Bereinigung

Enercon: Deutscher Marktführer springt auf Fünf-MW-Plattform

Windturbinenhersteller Enercon hat eine Fünf-Megawatt-Plattform für Anlagen mit neuen Rotorgrößen präsentiert – und reformiert die Technologie weiter.

Interview mit Stefan Lütkemeyer

ENERCON und Lagerwey profitieren voneinander

Stefan Lütkemeyer, Leiter Vertrieb International der ENERCON GmbH, spricht im Interview über neue und künftige Technik.

Drei-Megawatt-Klasse

Neue Enercon-Turbinen mit ungewöhnlichem Design

Neue Turbinen haben nicht das typische eiförmige Design, sondern erinnern an Anlagentyp E-40, bei dem sich die Ringgeneratorform gut erkennen ließ.