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Foto: ericsan - stock.adobe.com
Damit der Ausbau der Windkraft weiter gehen kann, müssen Planer zum Beispiel beim Thema PPA unterstützt werden.

Finanzierung

Hilfe beim Finden des richtigen PPA-Partners

Dr. Peer Günzel von der DAL Deutsche Anlagen Leasing erklärt, wie Banken Planer und Betreibern von Regenerativprojekten jetzt helfen können.

Welche Erfahrung bringt die DAL mit bei der Finanzierung von Wind und Solar?

Peer Günzel: Wir sind seit den Ursprüngen des EEG in der Finanzierung von nachhaltiger Energieerzeugung engagiert. Heute sind wir das Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien der Sparkassen Finanzgruppe mit Kolleginnen und Kollegen mit ganz unterschiedlichen professionellen Hintergründen: Wir haben Leute mit Bank- und/oder Industriehintergrund an Bord, die mit Spezialisten der DAL-Bereiche Recht, Vertrag, Steuern und Finanzierungsmanagement zusammenarbeiten, um eine optimale Projektfinanzierung zu erarbeiten. Wir haben uns mit dem breiter – und anspruchsvoller – werdenden Markt mitentwickelt.

Herr Dr. Günzel, in Ländern wie den USA sind PPAs längst etabliert, wenn es um Unternehmen als Stromabnehmer von Regenerativprojekten geht. Werden sich Stromabnahmeverträge auch in Deutschland etablieren?

Peer Günzel: Wir sind davon überzeugt, ja. Die Fördersystematik neigt sich weitgehend dem Ende zu und wir sind mitten in dieser Transformation in allen Bereichen des EEG, über die meisten Erzeugungsklassen und Größenordnungen hinweg. Alle Marktteilnehmer beschäftigen sich mit PPAs und bewegen sich in eine spannende, neue Welt. Dass PPA-Projekte grundsätzlich marktfähig und finanzierbar sind, hat sich hier in Europa zum Beispiel in Skandinavien und Spanien gezeigt.

Wo sehen Sie da die Herausforderung für Regenerativunternehmen? Steigt das Risiko?

Peer Günzel: Zunächst einmal, die neuen Rahmenbedingungen führen nicht zu einer Risikosenkung, im Gegenteil, die Geschäftsmodelle müssen neu justiert werden. Aber die Bereitschaft zur Risikoübernahme ist Teil jedes unternehmerischen Geschäftes und damit verdienen wir ja auch alle unser Geld. Wichtig ist, dass wir es wirtschaftlich richtig kalkulieren können. Für uns heißt das: wir müssen uns mit neuen Themen, unter anderem klassischen Marktpreisrisiken auseinandersetzen. Dazu gehört außerdem, Abnehmerbonitäten zu bewerten und einschätzen zu können, wie technologiespezifische Marktwerte sich entwickeln werden.

Helfen Sie Projektierern beim Finden eines PPA-Partners?

Peer Günzel: Ja klar, die Auswahl der Projektpartner ist wesentlich für den langfristigen Erfolg des zu finanzierenden Projektes. Hier gibt es zu vielen PPA-Partnern auch guten Zugang, den sich ein Projektierer gegebenenfalls erst erarbeiten müsste. Das ist ein wichtiger Bestandteil unserer Leistung als aktiver, mitgestaltender Asset Finance Partner. Inhaltlich geht es darum, mit dem Abnehmer zu vertraglichen Vereinbarungen zu kommen, die die gewollte Verteilung von Verantwortlichkeiten und Risiken adäquat abbilden. Da gibt es aktuell eine gewaltige Lernkurve in der Wahl geeigneter Vertragsstrukturen.

Was bedeuten PPAs für die DAL?

Peer Günzel: PPAs sind die Zukunft – wer sich damit nicht intensiv auseinandersetzt und „lieferfähig“ ist, wird es schwer haben, weiter wettbewerbsfähig zu sein. Wir beschäftigen uns intensiv seit mehreren Jahren mit PPAs, sind zu klaren Einschätzungen/Überzeugungen gekommen und haben ein Geschäfts- und Kalkulationsmodell angelegt, auf dessen Basis wir handlungsfähig sind und das in zahlreichen Finanzierungsangeboten erprobt wurde.

Wie gehen Sie mit PPA-Verträgen von fünf Jahren um bei der Finanzierung über 20 oder 25 Jahre?

Peer Günzel: Da sind wir noch nicht abschließend festgelegt, das ist abhängig vom Projekt, dem Abnehmerhintergrund sowie der Marktentwicklung. Grundsätzlich gilt, eine Korrelation der Laufzeit des PPA-Vertrages mit der Finanzierungslaufzeit führt zu einer Reduktion der Prognoseunsicherheit und damit der Möglichkeit der Darstellung eines höheren Kreditbetrages. Entsprechend sagen wir, dass mindestens die ersten fünf Jahre der Projektlaufzeit durch einen festen Abnahmevertrag unterlegt sein sollten.

Welche Rolle spielen Wartungsverträge für die Finanzierung?

Peer Günzel: Wartungsverträge sind ein zentraler Baustein, denn nur eine Anlage, die läuft, erwirtschaftet Erträge und das ist bei einer Cash-Flow-dominierten Kalkulation natürlich essentiell. Die Ausgestaltung von Wartungsverträgen ist sehr individuell und die Leistungsfähigkeit des Partners muss auch durch entsprechende Nachweise unterlegt sein. Aber da bringen wir auch unsere Expertise ein, was für ein Projekt optimal ist.  Weitere Informationen: www.dal.de

Der Artikel ist eine Kostprobe aus unserem Printmagazin. Ein kostenloses Probeabo finden Sie hier.

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Foto: DAL Dr. Peer Günzel, Generalbevollmächtigter und Leiter Vertrieb Strukturierte Finanzierungen der DAL Deutsche Anlagen Leasing GmbH & Co KG