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Foto: Siemens Gamesa
100 Offshore-Anlagen der 14-Megawatt-Turbine  SG 14-222 DD werden den 1,4-Gigawatt-Windpark Sofia bestücken.

Turbinenklasse 14-15 MW 

Sofia: erster Rekordturbinen-Park?

Der erste Gigawatt-Offshore-Windpark der neuen 14- bis 15-Megawatt-Turbinenklasse ist bestellt. Er entsteht 2025 aus 100 Siemens-Gamesa-Anlagen.

Wie das deutsch-dänisch-spanische Unternehmen am Mittwoch bekannt gab, bestellte Energiekonzern RWE bei dem Windturbinenbauer 100 getriebelose Anlagen vom Typ SG 14-222 DD für das geplante Windkraftfeld Sofia. Der mit 1,4 Gigawatt (GW) projektierte Windpark vor der Nordostküste Großbritanniens soll auf der sogenannten Doggerbank in großer Küstenferne von 195 Kilometer entstehen bei nur 35 Meter Wassertiefe. Ringsum sind dort bereits drei weitere jeweils 1,3 GW große Windparks mit den Projektnamen Dogger Bank A, Dogger Bank B und Dogger Bank C in Planung.

Den Beginn der Bauarbeiten im Offshore-Windfeld Sofia kündigt Siemens Gamesa für das Jahr 2023 an. 2025 werde die Installation der 14 Megawatt (MW) leistenden Anlagen mit 222 Meter Rotordurchmesser beginnen.

Damit geht Siemens Gamesa im Wettbewerb zwischen den drei technologisch führenden Offshore-Windturbinen-Herstellern Siemens Gamesa, GE und Vestas einen Schritt voraus. Denn in allen drei Nachbarprojekten Sofias, in Dogger Bank A bis C, sind fast zeitgleich Errichtungen der GE-Windturbinen vom Typ Haliade vorgesehen – in derselben Turbinenleistungsklasse. Dabei sieht das Joint Venture aus dem schottischen Erneuerbare-Energien-Unternehmen SSE Renewables und dem norwegischen Ölkonzern Equinor möglicherweise schon ab 2023 die Turbineninstallationen von Dogger Bank A und B vor. In den beiden 1,2-GW-Projekten werden die GE-Errichtungsteams noch Anlagen mit 13 MW und 220 Meter Rotordurchmesser errichten. Die Installationen der nächsten Haliade-Variante mit 14 MW erfolgt erst für Dogger Bank C, wo die Turbinenerrichtungen ebenfalls ab 2025 erfolgen könnten. Allerdings existiert für das 1,2-GW-Projekt Dogger Bank C vorerst nur eine branchenübliche Absichtserklärung der beteiligten Unternehmen. Sie besagt, dass GE mit der Haliade-X 14 MW der bevorzugte Lieferant sein werde. Die finale Investitionsentscheidung steht hierfür noch aus.

Wettbewerber Vestas wiederum hat bislang noch keinen festen Auftrag für den künftig größten Offshore-Turbinentyp V236 gemeldet. Bekanntgegeben hat der dänische Windturbinenbauer allerdings, dass er die Serienproduktion der Turbine mit 236 Meter Rotordurchmesser und 15 MW Nennleistung 2024 beginnen lassen werde. Den Prototyp der Anlage will Vestas 2022 installieren. Siemens Gamesa plant derzeit eine Prototyperrichtung der 14-MW-Anlage noch für den Herbst dieses Jahres.  Der Haliade-X-Prototyp steht seit November 2019 im Hafen von Rotterdam. GE hatte ihn zunächst auf 12 MW dimensioniert, im Oktober 2020 auf 13 MW neuskaliert und für 2021 das Hochskalieren auf 14 MW vorgesehen.

Foto: 2016 Igor Stevanovic, [**] Bits And Splits-stock.adobe.com

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