Die Briten brechen den Offshore-Rekord: In der jüngsten Ausschreibungsrunde wurden insgesamt 8,4 Gigawartt (GW) neue Leistung bezuschlagt. Nach Angaben des Department for Energy Security and Net Zero war die bislang größte Offshore Auktion in Europa.
Preise liegen deutlich unter denen für neue Gaskraftwerke, betont der Minister
Zuschläge wurden an insgesamt sieben Projekte, fünf mit festen Fundamenten und zwei schwimmenden Parks. Die erfolgreichen Bieter, darunter auch RWE mit den Projekten Dogger Bank South, Norfolk Vanguard East und Norfolk Vanguard West, erhalten zwischen für festinstallierte Parks 91,20 und 89,50 Pfund pro Megawattstunde (MWh), also umgerechnet rund 105 Euro pro MWh. Die beiden schwimmeden Projekte Pentland und Erebus erhalten 216,50 Pfund (190 Euro) je MhW.
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„Dies ist ein bedeutender Schritt in Richtung sauberer Energie bis 2030, und der in dieser Auktion erzielte Preis liegt 40 Prozent unter den alternativen Kosten für den Bau und Betrieb eines neuen Gaskraftwerks“, sagte der britische Energieminister Ed Miliband. Hier müsse mit Kosten von rund 147 Pfund (170 Euro) pro MWh gerechnet werden.
Runde 5 war 2023 noch ohne Gebot geblieben
Für Großbritannien ist die Auktion Allocation Round 7 (AR7) auch insofern ein großer Erfolg, da sie vorletzte Runde AR5 2023 ohne Gebot fehlgeschlagen war. 2024 waren zweiseitige Differenzverträge (Contracts for Difference(CFD) neu eingeführt und 5 GW Offshorewind-Leistung bezuschlagt worden.
„Diese CfDs tragen dazu bei, das Risiko von Offshore-Windprojekten zu verringern und bieten langfristige Planungssicherheit hinsichtlich der Einnahmen“, kommentierte der europäische Windverband Wind Europe, und forderte die Regierungen der Europäischen Union auf, hier nachzuziehen.
Die britische Regierung geht jetzt von 22 Milliarden Pfund privater Investitionen und 7.000 neuen Jobs aus. Laut Wind Europe beläuft sich das Budget der Regierung wiederum auf 1,79 Milliarden Pfund überschritten. Die bezuschlagten Parks sollen zwischen 2029 und 2030 in Betrieb gehen.