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Neue Lkw und Busse mit Wasserstoff und Batterie

Der erste H2-Lkw aus Serienfertigung hat gerade eine deutsche Straßenzulassung erhalten. Der Xcient Fuel Cell von Hersteller Hyundai macht den Anfang für die vorerst 44 Lkw umfassende Hylane-Flotte. Vorgestellt wurde das frisch in Köln zugelassene Fahrzeug im Beisein von Verkehrsminister Volker Wissing auf einer Fachkonferenz zu klimafreundlichen Nutzfahrzeugen des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr in Berlin. Für das Erreichen der deutschen Klimaziele müssen die CO2-Emissionen deutlich gesenkt werden. Für den Verkehrssektor ist die Reduzierung auf höchstens 85 Millionen Tonnen CO2 bis 2030 eine echte Herausforderung. Mit der Zulassung des ersten Wasserstoff-Serien-Lkw macht die Firma Hylane einen Schritt in Richtung Dekarbonisierung des schweren Güterverkehrs auf deutschen Straßen.

Aber auch die E-Mobilität schreitet weiter voran. Ab Jänner 2023 werden am Fuße des Hintertuxer Gletschers in der Region Tux-Finkenberg vier emissionsfreie MAN-E-Busse ganzjährig für den Personentransport zum Einsatz kommen. Diese bringen Gäste und Einheimische weiterhin kostenfrei an ihr Ziel. Die batteriebetriebenen Fahrzeuge werden zukunftsweisend mit umweltschonender, erneuerbarer Energie versorgt und ersetzen dadurch pro Jahr rund 122.500 Liter umweltbelastenden fossilen Dieselkraftstoff für 281.234 Gesamtkilometer. Die dadurch erwartete CO2-Einsparung liegt bei 324.190 kg CO2 pro Jahr. Gänzlich neu aufgebaut wird in diesem Zusammenhang die gesamte elektrische Ladeinfrastruktur samt aller erforderlicher technik- und sicherheitsrelevanten Einrichtungen.

Sowohl Wasserstoff- als auch E-Lkw hat Logistikdienstleister Gebrüder Weiss schon jetzt in seinem Portfolio. Das Unternehmen hat mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie GWcares das Ziel gesetzt, den CO2-Fußabdruck des Unternehmens schrittweise bis auf null zu senken: Bis 2030 sollen die eigenen Logistikanlagen klimaneutral sein. So stellt sich das Unternehmen seiner Verantwortung und leistet seinen Beitrag zu den weltweiten Klimazielen. Dafür nimmt Gebrüder Weiss die CO₂-Emissionen an allen 180 Standorten genau in den Blick. Wie hoch der momentane CO₂-Ausstoß und Energieverbrauch der Standorte noch ist, hat das Unternehmen in seinem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht beziffert. Diese Emissionen sollen schrittweise verringert werden – um zehn Prozent pro Jahr.

Der Nachhaltigkeitsbericht fächert zudem wichtige Maßnahmen auf dem Weg zur Klimaneutralität auf: moderne Logistikanlagen etwa, die sämtliche Möglichkeiten zur Energieeinsparung ausschöpfen und die Abhängigkeit von begrenzten Ressourcen immer weiter verringern. Die Installation von Photovoltaikanlagen (PV) auf den Dächern der Logistikterminals spielt dabei eine wichtige Rolle. 18 solcher Anlagen gibt es bei Gebrüder Weiss bereits. Sie erzeugen zusammen mehr als 4.600 Megawattstunden Strom im Jahr und decken derzeit 18 Prozent des konzernweiten Stromverbrauchs. Dieser Anteil soll durch den weiteren Ausbau der PV-Anlagen jedes Jahr um 15 Prozent erhöht werden. Um die Wirksamkeit sämtlicher Maßnahmen zu überprüfen, hat Gebrüder Weiss an seinen Standorten in Europa ein Energie-Monitoringsystem installiert und wird es in den kommenden Jahren auch weltweit einsetzen.

Darüber hinaus erhöht Gebrüder Weiss den Anteil alternativer Antriebe im Schwerlastverkehr und entwickelt emissionsarme Lösungen für die Last Mile. Im Großraum Wien wird ein Elektro-Lkw im Nahverkehrsbereich verwendet, Endkunden in Österreich werden mit Elektrotransportern beliefert. Seit Januar 2021 fährt zudem einer der ersten Wasserstoff-Lkw (H2) weltweit im Regelbetrieb in der Schweiz. Der Einsatz fünf weiterer H2-Lkw ist für 2023 in Deutschland geplant. Auch in Österreich arbeitet Gebrüder Weiss gemeinsam mit Partnern und Mitbewerbern an der Einführung von Brennstoffzellen-Lkw. Bis 2025 möchte das Unternehmen rund zehn Millionen Euro in alternative Antriebssysteme investieren. (nw)