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Kombination aus Solar- und Windpark im Mansfelder Land nutzt vorhandene Infrastruktur

Der neue Solarpark bei Gerbstedt im Mansfelder Land am Fuße des Harz in Sachsen-Anhalt ist nicht nur ein einfacher Solarpark. Vielmehr hat der Projektierer WPD Onshore damit einen bestehenden Windpark ergänzt. Die Anlage wurde im November 2025 fertiggestellt und jetzt in Betrieb genommen.

Die Ergänzung der Windkraftanlage durch den Solarpark hat große Vorteile. Denn einerseits nutzt die Solaranlage die ohnehin schon vorhandene Infrastruktur des Windparks. Dazu gehört unter anderem das schon vorhandene Umspannwerk. Andererseits wird das regionale Netz nicht weiter belastet, da beide Anlagen den gleichen Netzanschluss nutzen und sich in ihrer Produktionsstruktur weitgehend ergänzen. Denn in der Regel scheint die Sonne, wenn der Wind nicht weht, und der meiste Wind weht, wenn Wolken den Himmel bedecken.

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Nicht über Netzengpässe nörgeln

Sollten doch beide Anlagen gleichzeitig Strom produzieren, hat der Windpark bei der Einspeisung Vorrang, um das Netz nicht zu überlasten. „Das Leuchtturmprojekt in Gerbstedt zeigt eindrucksvoll auf, wie mit innovativen Lösungen beim Ausbau der Erneuerbaren Engpässe beim Stromnetz abgewendet werden können“, erklärte Armin Willingmann, Energieminister von Sachsen-Anhalt, bei der Inbetriebnahme des Hybrids. „Statt den Ausbau der Erneuerbaren mit Verweis auf Netzengpässe zu bremsen, sollte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mal nach Gerbstedt kommen und sich anschauen, wie Wind- und Photovoltaikzubau netzdienlich gestaltet werden kann“, fordert er. „Wir brauchen in Deutschland mehr Erneuerbare und nicht weniger, weil es unsere günstigen Heimatenergien sind“, stellt Willingmann klar. „Dabei gilt es, nicht über Netzengpässe zu nörgeln. Wir können sie mit pragmatischen Lösungen abwenden. Und wir dürfen nicht noch mehr Zeit beim konsequenten Ausbau der Stromnetze verlieren.“

Solarpark trotz Windvorrang wirtschaftlich

Die neue solare Freiflächenanlage hat eine Gesamtleistung von rund 54 Megawatt und wird voraussichtlich rund 20.000 Haushalte mit Energie versorgen. Nach Angaben des Betreibers ist der Betrieb der Anlage trotz Windkraftvorrangs wirtschaftlich, weil Windstrom vorwiegend im Winterhalbjahr und Sonnenstrom in den Sommermonaten erzeugt werden, teilt das Energieministerium in Magdeburg mit. Ein übergeordneter Parkregler kontrolliert dabei die gemeinsame Erzeugungsleistung. Er regelt die Leistung des Solarparks so, dass der Netzanschluss zu keinem Zeitpunkt überlastet wird.

Netz­situation spielt entscheidende Rolle

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86.000 Solarmodule installiert

Auch bei WPD Onshore sind solche Projekte die Zukunft der Energieversorgung. „Mit dem auf 53 Hektar verbauten und durch rund 86.000 Solarmodule erzeugten Strom machen wir die Wirtschaft unabhängig von fossilen Energieimporten, beteiligen die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger nach dem geltenden Beteiligungsgesetz des Landes und senken die Stromkosten für alle“, zählt Matthias Lehmann, Teamleiter technisches Projektmanagement und Niederlassungsleiter Ost von WPD Onshore, die Vorteile auf. „So führen wir unsere bestehenden acht Windenergieanlagen mit dem neuen Solarpark an unserem betriebseigenen Umspannwerk zusammen. Das gelingt durch die Umsetzung des innovativen Konzepts des hybriden Netzverknüpfungspunktes. Damit führen wir viele verschiedene Faktoren wie die lokalen Einspeisebedingungen, die Aufnahmefähigkeit des Netzes und die Investitionen zu einem wirtschaftlichen Optimum zusammen“, beschreibt er das Projekt.