Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
Der Krieg der USA gegen den Iran und die Sperrung der Straße von Hormus haben bereits zur zweiten Energiekrise in diesem Jahrzehnt geführt. Dass die Strompreise nicht durch die Decke gegangen sind, wie nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine, liegt vordergründig daran, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien während der Regierungszeit der Ampel kräftig Fahrt aufgenommen hatte.
Verkehrssektor ist dem fossilen Energiemarkt ausgeliefert
Am stärksten spürt die derzeitige Energiekrise der Verkehrssektor, da hier der Umstieg auf die Elektromobilität nur schleppend voranging. Nach dem Wegfall des Tankrabatts haben die Mineralölkonzerne wieder kräftig an der Preisschraube gedreht. Auch wenn das Bundeskartellamt die jetzigen Spritpreise für wettbewerbswidrig hält, wird Autofahren – und damit auch der fossil angetriebene Güter- und Lieferverkehr – teuer bleiben. Wer hingegen elektrisch fährt, nimmt die derzeitige Energiekrise anders wahr, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Verian im Auftrag der Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND) ergeben hat.
Energiepreise schlagen sich im Budget nieder
In dieser Umfrage wurden Bundesbürger nach ihrer Einschätzung der Entwicklung der Energiepreise gefragt. Das Ergebnis ist eindeutig: 74 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die durch den Iran-Krieg ausgelöste Energiekrise keine vorübergehende Erscheinung ist.
Verian / IKND
Vielmehr erwarten sie, dass die Energiepreise dauerhaft hoch bleiben. Das hat für 58 Prozent erhebliche Auswirkungen auf ihr Haushaltsbudget. Ein Weg aus diesem Dilemma ist für viele der Umstieg auf die Elektromobilität. So überlegt jeder dritte Fahrer eines Benzin- oder Diesel-Pkw, aufgrund der Energiekrise ein Elektroauto anzuschaffen.
Ladeinfrastruktur ist wichtiger als Autoförderung
Immerhin hat die Bundesregierung wieder eine Förderung von Elektroautos aufgelegt, was den Markt derzeit ankurbelt. Für über die Hälfte der Befragten ist das der richtige Weg. Doch vielen fehlt die Möglichkeit, ihr Elektroauto zu laden. Deshalb befürworten 67 Prozent der Befragten den Ausbau der Ladeinfrastruktur in ländlichen Gebieten als geeignete Maßnahme, um den Umstieg aufs Elektroauto zu unterstützen. Das sind mehr als die 51 Prozent, die eine direkte Förderung der Autos befürworten. Sogar die finanzielle Unterstützung für Ladeinfrastruktur zu Hause oder am Arbeitsplatz ist beliebter. Dies befürworten 60 Prozent der Befragten. Für 59 Prozent der Bundesbürger ist die Senkung der Stromsteuer ein weiteres Instrument zur Unterstützung der Elektromobilität.
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Es gibt aber noch eine Kehrseite. Denn viele sind sich nicht sicher, ob die Elektroautos tatsächlich besser vor Energiepreissteigerungen geschützt sind. Davon gehen nur 37 Prozent der Befragten aus. Allerdings ändert sich dies nach der Anschaffung des Elektroautos. Denn 79 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die Haushalte mit Elektroauto besser vor Energiepreissteigerungen geschützt sind. Unter Fahrern von Verbrennern teilen nur 35 Prozent diese Einschätzung.
Verian / IKND
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Das zeigt sich auch im Haushaltsbudget. Denn 61 Prozent der Fahrer von Autos mit Verbrennungsmotor berichten von erheblichen finanziellen Auswirkungen der Energiekrise. Unter E-Auto-Fahrern sind es nur 47 Prozent. „Wer elektrisch fährt, spürt die aktuelle Energiekrise weniger im Portemonnaie – das zeigen die Daten eindeutig“, betont Adrien Pagano, Referent Verkehrspolitik bei der IKND. „Das Problem: Der ökonomische Vorteil von Elektroautos ist für viele Deutsche noch nicht ausreichend sichtbar. Mit steigenden Kraftstoffpreisen wächst jedoch der Kostenvorteil von Elektroautos noch mehr. Die Anschaffungskosten sind mittlerweile weitgehend vergleichbar, und Laden ist in den meisten Alltagssituationen günstiger als Tanken“, beschreibt er die Situation.