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Sonne und Wind machen künftig gemeinsame Sache in der Südeifel. Denn Vattenfall hat einen neuen Hybrid aus Windkraft und Photovoltaik in Betrieb genommen. Damit setzt das Unternehmen auch in Deutschland um, was es schon seit einigen Jahren erfolgreich in den Niederlanden und in Großbritannien betreibt.
Solarpark agiert als zusätzliche Windturbine
Das nagelneue Hybridkraftwerk Hommerdingen-Biesdorf, nordwestlich von Trier, besteht aus vier Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 17 Megawatt. Diese Anlagen hat Vattenfall mit mehr als 12.000 Solarmodulen kombiniert. Diese leisten 7,6 Megawatt. Dabei steht der Windpark auf der Gemarkung der Gemeinde Hommerdingen und der Solarpark wurde im benachbarten Biesdorf errichtet. Beide gehören zur Verbandsgemeinde Südeifel unweit der Grenze zu Luxemburg.
Mit solchen Hybridanlagen verfolgt Vattenfall das Ziel, die vorhandene Netzinfrastruktur besser auszunutzen. Denn beide Anlagen speisen ihren Strom über einen gemeinsamen Netzanschluss in das Verteilnetz des regionalen Betreibers Westnetz ein. Dabei wird der Solarpark technisch wie eine weitere Windturbine betrachtet, sodass nur ein Netzanschluss für die gesamte Anlage nötig ist. Diesem neuen Konzept hatte Westnetz zugestimmt.
Vorzeigeprojekt der effizienten Energiewende
Die Erzeugungsprofile von Photovoltaik und Windkraft ergänzen sich hervorragend. Dadurch können sie die vorhandene Infrastruktur gemeinsam und damit auch effizienter nutzen, ohne das Risiko einer Netzüberlastung. „Der Hybridpark Hommerdingen-Biesdorf ist ein Vorzeigeprojekt für eine intelligente, effiziente und wirtschaftliche Energiewende“, bestätigt auch Michael Ebling (SPD), Wirtschafts- und Energieminister von Rheinland-Pfalz, bei der Eröffnung des Hybridparks. „Er zeigt, dass Wind- und Solarenergie nicht um knappe Netzkapazitäten konkurrieren müssen, sondern sich sinnvoll ergänzen können.“
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Verlässliche Rahmenbedingungen gefordert
Denn es sei nicht nur entscheidend, mehr erneuerbaren Strom zu erzeugen, sondern eben auch, ihn möglichst effizient in unsere Stromnetze zu integrieren. „Damit solche innovativen Lösungen Schule machen, brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen, schnelle Genehmigungsverfahren und intelligente Netzanschlusskonzepte“, fordert Ebling die Bundesregierung zum Handeln auf. „Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie unternehmerischer Mut, technologische Innovation und kommunales Engagement zusammenwirken können. Denn die Energiewende findet vor Ort statt – und die Menschen und Kommunen sollen durch regionale Wertschöpfung auch von ihr profitieren. Ich hoffe, dass dieses Projekt viele Nachahmer in Rheinland-Pfalz findet“, betont der Wirtschaftsminister.
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Anlagen um Speicher ergänzen
Da die Anlage die Netzinfrastruktur effizienter nutzt und kein zusätzlicher Netzanschluss nötig ist, sind die Kosten erheblich niedriger im Vergleich zum Anschluss von zwei separaten Anlagen. „Das Projekt Hommerdingen-Biesdorf zeigt, wie Energiewende gelingen kann: durch die intelligente Verbindung von Windenergie und Photovoltaik, die effiziente Nutzung bestehender Infrastruktur und die enge Zusammenarbeit vieler Partner in der Region“, betont Catrin Jung, Leiterin des Geschäftsbereichs Wind bei Vattenfall. „Diese Erfolgsgeschichte wollen wir fortsetzen und wir planen, zukünftig unsere erneuerbare Erzeugung um Speicher zu ergänzen, um das erneuerbare System noch flexibler und robuster zu gestalten“, stellt sie in Aussicht.