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RWE-Konzern verbucht 1,6-Milliarden-Euro-Plus aus guter Sonne und mehr Wind

Im Winterquartal hat der deutsche Energiekonzern gemäß seiner ersten Vierteljahresbilanz im Geschäftsjahr 2026 einen bereinigten Gewinn aus dem Kerngeschäft von 1,63 Milliarden Euro erzielt. Die als Ebitda geführte Kenngröße dafür hatte RWE im vergangenen Jahr im Zeitraum Januar bis März 2025 noch mit 1,31 Milliarden Euro bilanziert. RWE erwartet gemäß seiner zur Geschäftsbilanz des vergangenen Jahres ausgegebenen Prognose für das Gesamtjahr 2026 ein sogenanntes bereinigtes Ebitda von 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro. Nach der Bekanntgabe des finanziellen Ergebnisses aus den ersten drei Monaten dieses Jahres bestätigte der Konzern die Prognose noch einmal. Auch das bereinigte Nettoergebnis legte im Anfangsquartal noch einmal im Vergleich zum Vorjahreswinterquartal um 20 Prozent von 0,5 auf 0,6 Milliarden zu.

Zu verdanken ist der Aufwärtstrend in der Bilanz offenbar nicht zuletzt den deutlich besseren Windbedingungen der drei Anfangsmonate von 2026 im Verhältnis zu den ersten drei Monaten im Jahr 2025 sowie den zusätzlichen Erträgen aus den inzwischen bei RWE neu in Betrieb genommenen Wind- und Solarparks sowie Speicheranlagen. Seit Ende März 2025 haben die Essener nämlich eine entsprechende Grünstrom-Einspeisekapazität von 2,3 Gigawatt hinzugewonnen. Auch eine Entschädigungszahlung des niederländischen Staates von 0,33 Milliarden Euro allerdings für die durch Gesetze eingeschränkte Kohlestromerzeugung im RWE-Kraftwerk Eemshaven trug wesentlich zum höheren saisonalen Quartalsgewinn bei.

Dabei verbuchte RWE dennoch offenbar einen rückläufigen Umsatz von umgerechnet 4,3 Milliarden Euro nach 5,78 Milliarden Euro im ersten Quartal von 2025. Rückläufig war nämlich das bereinigte Ebitda aus dem Energiehandel, das nun einen Verlust von 0,08 Milliarden Euro festhielt. Unterm Strich verschlechterte sich somit das bereinigte Ebitda in diesem Bereich um 0,1 Milliarden Euro, das im Vorjahr einen Gewinn von noch 0,2 Milliarden Euro verzeichnen ließ.

Vor allem im Offshore-Windenergiegeschäft, also durch die Windstromeinspeisung aus Meereswindparks, legte RWE beim Ebitda ansonsten zu – um 0,19 Milliarden Euro von 0,38 auf 0,57 Milliarden Euro.

Wie der Konzern außerdem mitteilt, will er allein 2026 neue vier Gigawatt (GW) an neuen Kapazitäten ans Netz bringen. 10,4 GW seien aktuell im Bau. Auch hier sind vor allem Offshore-Windparks die Treiber. Im Gesamtjahr 2026 will RWE zwischen 6 und 8 Milliarden Euro netto investieren. Die Nettoverschuldung des Konzerns stieg zwar ebenfalls noch einmal auf nun 15,6 Milliarden Euro an. Dennoch will RWE den sogenannten Leverage-Faktor als Verhältnis von Nettoschulden zum bereinigten Ebitda einhalten. Insofern die RWE-Erwartungen an dieses Ebitda für 2026 eintreffen sollten, würde es um weitere 0,1 bis 0,7 Milliarden Euro zulegen.