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Fast zeitgleich meldeten die projektierenden Unternehmen den Vollzug: Am Donnerstag und am Freitag gaben sie die vollständige Inbetriebnahme der beiden Windparks nachträglich bekannt, die zusammen 1.510 Megawatt (MW) Erzeugungskapazität ans Netz bringen. Revolution Wind besteht aus 65 Siemens-Gamesa-Windturbinen des Elf-MW-Typs SG 11.0-200 und verfügt so über eine Windparkkapazität von 704 MW. Und Vineyard Wind entstand aus 62 GE-Vernova-Windenergieanlagen mit je 13 MW des Typs Haliade-X und kommt auf eine Parkleistung von 806 MW. Sie machen die USA zu den noch wenigen Ländern außerhalb Europas mit Offshore-Windkraft-Gigawattnennleistung in Betrieb. Außer dem bei Offshore-Windkraft führenden China zählen dazu noch Taiwan und je nach Deutung Vietnam mit Turbinen im Küstenbereich.
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Projektentwickelnde Unternehmen waren bei Revolution Wind der dänische Energieversorger Ørsted und das aus dem verkauften Offshore-Geschäft des deutschen Projektentwicklungsunternehmens WPD hervorgegangene Skyborn Renewables. Vineyard Wind ist ein vom Tochterunternehmen Avangrid des spanischen Energiekonzerns Iberdrola zusammen mit dem investierenden dänischen Infrastrukturfonds Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) entwickelter Windpark.
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Bislang hatten Windparkunternehmen in den USA nur Testwindparks sowie einen ersten kleineren Pionierwindpark in die See gesetzt. Nach dem vom US-Unternehmen Deepwater Wind 2016 vor Rhode Island ans Netz gebrachten Pilotvorhaben Block Island aus fünf Sechs-MW-Haliadeturbinen, den 2018 Ørsted kaufte und seither betreibt, starteten 2020 zwei Siemens-Test-Turbinen mit je sechs MW als Coastal Offshore Virginia ihre Einspeisung von der See. 2024 folgte South Fork bestehend ebenfalls aus Siemens-Gamesa-Anlagen SG 11.0-200 mit einer Parkleistung von 132 MW. Auch diese beiden Test und Pioniervorhaben fanden unter Ørsted-Regie statt – mit Dominion Energy für Coastal Virginia Offshore und GIP für South Fork als Partner.
Die beiden ersten großen Offshore-Windparks des Landes überwanden im Projektverlauf unterschiedliche, aber jeweils bedeutende Hindernisse. So hatte Ørsted bereits Anfang September 2024 die Errichtung der ersten Revolution-Wind-Anlage vermeldet. Doch beginnend mit technischen Problemen beim Umspannwerk an Land und fortlaufend gebremst durch die neue Regierung unter US-Präsident Donald Trump mittels juristischer Angriffe oder Behördenverfügungen verzeichnete Revolution Wind sogar noch vor einem Monat zu Anfang Oktober neue Unsicherheiten. So bat das Justizministerium ein Gericht, dem Projekt eine neuerliche Überprüfung durchs Innenministerium aufzuerlegen.
Auch im Windfeld von Vineyard Wind hatten die Bauteams vor zwei Jahren schon mit der Turbinenerrichtung begonnen. Im Juni 2024 hatten sie die Fertigstellung der ersten zehn Turbinen gemeldet. Während das Projekt ebenfalls ab 2025 von den juristischen und behördlichen Angriffen aus der Trump-Regierung in einen mehrfach stockenden Stopp- and Go-Entwicklungsverlauf gezwungen wurde, wirkte sich hier bereits 2024 auch ein Rotorblattbruch als technische Herausforderung aus. Spätere gerichtliche Streitigkeiten mit dem Windturbinenhersteller GE bremsten ebenfalls. Der US-Konzern wollte sich aus dem Projekt zurückziehen, nachdem Iberdrola aufgrund der durch die technischen Mängel entstandenen Verzögerungen finanziell beim Bezahlen der Turbinenerrichtungen auf die Bremse getreten war. Erst im September 2026 kam es hier zu einer Einigung.
Revolution Wind versorgt nun mit 400 MW Parkleistung auf Basis eines Liefervertrages die Region des kleinen US-Ostküstenstaates Rhode Island und mit 304 MW den US-Ostküstenstaat Connecticut. Vineyard Wind liefert den Strom ebenfalls über einen Stromliefervertrag mit Stromversorgern im US-Ostküstenstaat Massachusetts.