Das ehemals den Weltmarkt anführende dänische Windkraftanlagen-Unternehmen Vestas blieb auch 2025 der erfolgreichste Akteur beim Beliefern der Windparkerrichtungen außerhalb des globalen Topwindkraftmarktes China. Mit einer neu in Betrieb genommenen Nennleistung von insgesamt 10,6 Gigawatt (GW) erhöhten die Dänen ihre globale Beteiligung am Windkraftausbau im Vergleich zum Vorjahr um 400 Megawatt (MW). Allerdings mussten die Südskandinavier nun erstmals sogar sechs Wettbewerbsunternehmen aus Fernost an sich vorbeiziehen lassen. Im neuesten vom Marktanalysedienst Bloomberg New Energy Finance (BNEF) erstellten Ranking der Windturbinenhersteller, die im vergangenen Jahr am meisten Erzeugungskapazitäten neu in Betrieb genommen hatten, stammt das Führungssextett komplett aus China. Im vergangenen Jahr hatte Vestas hinter chinesischen Wettbewerbsunternehmen noch Rang fünf eingenommen.
Die beiden Unternehmen mit den größten Nennleistungs-Volumen an erstmals im vergangenen Jahr Strom erzeugender Windturbinen waren wie schon 2024 Goldwind vor Envision, mit nun allerdings schon 29,3 und 20,9 GW, also dreifach und doppelt so viel wie Vestas. Im Jahr davor hatten sie Inbetriebnahmen von 19,3 GW und 14,5 GW verzeichnet. Hinter Envision rückte 2025 nun wieder Mingyang eine Position auf den dritten Rang vor – nach neuen Inbetriebnahmen von 18,9 GW im Vergleich zu 12,2 GW im Vorjahr. Viert-, fünft- und sechsterfolgreichste Windturbinenhersteller waren Windey, Sany und Dongfang mit 18,4 und zweimal 13,5 GW. War Windey vergangenes Jahr mit deutlich geringeren 12,5 GW in Sachen Platzierung an damals dritter Stelle sogar noch etwas erfolgreicher als in diesem Jahr, kletterten Sany und Dongfang mit fünf und vier Gigawatt mehr jeweils um eine Position nach oben.
Dass die chinesischen Hersteller ihren globalen Windkraft-Fußabdruck so sehr verstärkten, ist dem immer dominanteren chinesischen Heimatmarkt zu verdanken. So hatte China mit einem Zubau von offenbar schon rund 119 GW im vergangenen Jahr an weltweit 169 GW neu in Betrieb genommener Windkraft daran schon einen Anteil von erstmals 70 Prozent. 2023 und 2024 nahmen im führenden Windkraftmarkt noch 65 und 68 Prozent der weltweit neu Strom produzierenden Erzeugungskapazitäten dieser Grünstrom-Technologie den Betrieb auf.
Alleine das chinesische Führungssextett verantwortete 2025 zusammengenommen zwei Drittel der neuen Erzeugungskapazitäten – rund 115 GW gemäß den Daten von BNEF. Weitere zwei Anlagenhersteller aus dem Windkraftland Nummer eins unter den ersten zehn folgen im BNEF-Ranking direkt auf Vestas. Es sind CRRC und SEWPG mit 8,9 und 6,7 GW. Beide spielten im vergangenen Jahr in diesen Top Ten noch keine Rolle, wo das US-amerikanische GE Vernova noch mit 5,3 GW als zehntgrößtes Unternehmen auftauchte – gemessen an Neu-Inbetriebnahmen. Jetzt ist Siemens Gamesa mit deutlich weniger neu Strom erzeugender Nennleistung von 6,3 GW nach 2024 hinzugekommener Siemens-Gamesa-Windkraft von 8,0 GW um zwei Ränge auf die zehnte Stelle zurückgefallen.
Erst auf den Positionen 11 bis 13 folgen die weiteren in Europa und Süd- wie Nordamerika weiterhin erfolgreichsten Windturbinenhersteller Nordex, dann GE und dann Enercon. BNEF verzeichnet sie mit 5,8, 5,0 und 3,8 GW vor dem chinesischen Unternehmen CSSC Haizhuang und dem indischen Adani.
Weil chinesische Windturbinenhersteller allerdings inzwischen auch außerhalb nur des Heimatmarktes anderswo vor allem in Asien zum Zuge kommen, haben diese neun Anlagenbauer zusammen mit 134 GW sogar vier Fünftel des weltweiten Nennleistungszubaus zu verantworten.