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HUSUM Wind

Windbetriebe zwischen Fachkräftemangel und Standortschließungen

Der positive Trend in der Windbranche ist noch nicht vollständig in den Betrieben angekommen. Stattdessen herrscht eine ambivalente Stimmung, wie die aktuelle Befragung Windenergie der IG Metall Küste zeigt: Einerseits ist die Zahl der Beschäftigten gegenüber 2022 insgesamt um 1.400 gestiegen, jeder zweite Betrieb will mehr Personal einstellen. Andererseits plant jedes fünfte Unternehmen Personalabbau, zwei wollen Standorte schließen, fast 900 Jobs stehen zur Disposition. Betriebsräte aus 32 Unternehmen mit 29.500 Beschäftigten hatten sich beteiligt.

Stimmungszugpferd Service

Besonders gut ist die Stimmung, wie schon seit Jahren schon, beim Service. Aber: „Gute Aussichten allein schaffen keine Arbeitsplätze“, betonte IG Metall-Bezirksleiter Daniel Friedrich. Er forderte, regionale Wertschöpfung und Tarifbindung als harte Kriterien bei Ausschreibungen aufzunehmen, um die Windindustrie in Deutschland weiter zu ­stabilisieren.

Ausbildungsquote nur 3 Prozent

Besondere Sorge macht den Metallern die niedrige Ausbildungsquote von 3 Prozent, so niedrig wie noch nie. Jeder vierte Betrieb konnte zudem nicht alle Ausbildungsplätze besetzen. Die Branche müsse für Fachkräfte attraktiver werden, forderte Friedrich. Dazu gehörten auch gute Arbeitsbedingungen und ein Tarifvertrag. (kw)