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Fast 27.000 neue öffentliche Ladepunkte innerhalb eines Jahres gebaut

In Deutschland stehen den Fahrern von Elektroautos inzwischen 204.078 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung. Pünktlich zum Start der Sommerurlaubssaison hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) eine Bestandsaufnahme seines Ladesäulenregisters durchgeführt. Das Ergebnis: Von Juni 2025 bis Juni 2026 wurden 26.978 neue öffentlich zugängliche Ladesäulen aufgebaut. Das ist ein Wachstum von 16 Prozent innerhalb eines Jahres.

Schnellladesäulen legen zu

Besonders schnell geht derzeit der Zubau von Schnellladesäulen. Hier hat der BDEW eine Steigerung um rund 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum registriert. Insbesondere der Ausbau von Ultraschnellladern ab 150 Kilowatt Ladeleistung habe stark zugenommen, teilt der Verband mit. Damit übererfülle Deutschland die EU-Anforderungen zum Ausbau des Ladeangebots um ein Vielfaches.

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Denn diese legt fest, dass die Infrastruktur mit hoher Leistung an Autobahnen und Bundesstraßen schneller ausgebaut werden soll. Jeder dieser Standorte am sogenannten transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-V) muss inzwischen über mindestens zwei Ladepunkte mit einer jeweiligen Leistung von mindestens 150 Kilowatt verfügen. Die Gesamtladeleistung muss dabei mindestens 400 Kilowatt betragen. Bis Ende 2027 steigt diese Anforderung auf 600 Kilowatt Gesamtladeleistung pro Standort am TEN-V-Kernnetz. Außerdem dürfen diese Ladestandorte nicht weiter als 60 Kilometer auseinanderliegen.

Fünf Minuten bis zum nächsten Ladepunkt

Abgeglichen mit den Zulassungszahlen der Elektroautos teilt der BDEW überdies mit, dass jeder Elektromobilist innerhalb von durchschnittlich fünf Minuten den nächsten Ladepunkt erreicht. So hält der Ausbau der Ladeinfrastruktur Schritt mit den Zulassungszahlen von Elektroautos, auch wenn diese im vergangenen Jahr deutlich zugelegt haben. Denn 2025 wurden mehr als 545.000 neue E-Pkw zugelassen. Im Jahr zuvor waren es laut Kraftfahrtbundesamt noch 380.609 neue Elektro-Pkw.

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Inzwischen liegt der Markt für Elektroautos bei 19,1 Prozent. Schon zum Ende des vergangenen Jahres hat Deutschland die Marke von zwei Millionen E-Autos geknackt. Für dieses Jahr erwartet der BDEW ein noch schnelleres Marktwachstum als 2025. Schon im ersten Halbjahr wurden insgesamt 368.000 neue Elektroautos zugelassen. Das waren satte 24,8 Prozent aller Neuzulassungen.

Auslastung der Ladepunkte bleibt niedrig

Eng werde es an den Ladesäulen trotzdem nicht. Denn die durchschnittliche Auslastung öffentlicher Ladepunkte liegt weiterhin bei nur rund zwölf Prozent. Wobei hier der Standort eine wichtige Rolle spielt. Stark frequentierte Ladepunkte, vorwiegend in urbanen Regionen, haben in der Regel eine höhere Auslastung als Ladepunkte an den Stadträndern oder in ländlichen Gebieten. „Die Energie- und Ladebranche liefert: Seit Jahren investiert sie im Vertrauen auf stabile Rahmenbedingungen in den Ausbau des Ladeangebots und hat dieses deutlich über den aktuellen Bedarf ausgebaut“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, mit Blick auf die Betreiberstruktur.

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Denn mehr als 80 Prozent der Ladepunkte werden von BDEW-Mitgliedsunternehmen betrieben. Weitere Marktakteure sind zum Beispiel Parkhaus- und Parkplatzbetreiber, Supermärkte und Hotels. „Die über 200.000 öffentlichen Ladepunkte hierzulande sind ein sichtbares Zeichen. Für die Reise in den Sommerurlaub muss sich also niemand Sorgen über fehlende Ladepunkte machen“, betont Kerstin Andreae.

Weiteres Marktwachstum von Elektroautos ist wichtig

Der Verband verweist im Hinblick auf die geringe Auslastung darauf, dass ein weiteres stabiles Wachstum des Marktes für Elektroautos wichtig ist. Entsprechend müsse die Förderung von Elektroautos zu einer nachhaltigen, dauerhaften Rahmensetzung weiterentwickelt werden, betont Kerstin Andreae. Sie sieht hier unter anderem Steuervorteile als Instrument. Dies habe sich in den Nachbarländern bewährt.

Zudem sei eine zielgerichtete und vorausschauende Elektromobilitätsstrategie erforderlich. Entsprechend warnt Kerstin Andreae vor der Aufweichung der Regeln für die Flottengrenzwerte. „Die Bundesregierung muss sich daher in den Verhandlungen um das EU-Automobilpaket für eine faire Paketlösung für die Elektromobilität einsetzen“, sagt die BDEW-Chefin.