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Hamburg bekommt 100-Megawatt-Speicher zur besseren Integration von Ökostrom

Der schwedische Speicherprojektierer Flower baut zusammen mit weiteren Partnern im Hamburger Stadtteil Bergedorf ein großes Batteriekraftwerk. Die Anlage wird 400 Megawattstunden Strom zwischenlagern können. Diesen kann das System nach der Fertigstellung Ende 2028 mit 100 Megawatt ins Hamburger Netz einspeisen. Nach Angaben der Projektpartner sei dies das bisher größte Speicherprojekt in einer deutschen Großstadt.

Der Speicher soll künftig dazu beitragen, das Stromnetz in der norddeutschen Hansestadt zu stabilisieren und mehr erneuerbare Energien ins Energiesystem zu integrieren, indem er Stromspitzen aus Wind- und Solarenergie abpuffert. Schließlich entstehe Energieunabhängigkeit nicht nur durch Erzeugung, sondern durch Speicherung von vor Ort erzeugtem Ökostrom. Somit biete das Speicherprojekt in Bergedorf einen wertvollen Teil der energiepolitischen Sicherheitsarchitektur der Stadt Hamburg.

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Strompreise stabilisieren

Gleichzeitig dient der Speicher dazu, die Preise an den Strombörsen zu stabilisieren und damit die Erlöse für die Anlagenbetreiber zu erhöhen und Abregelungen zu vermeiden. Denn die Speicher nehmen die produzierte Wind- und Solarenergie auf und stellen sie zu einem späteren Zeitpunkt bereit. „Dies ist ein wichtiger Meilenstein in unserem Bestreben, Batteriespeicher in Deutschland zu skalieren und die Stabilität des nationalen und regionalen Stromsystems zu unterstützen“, betont John Diklev, Geschäftsführer von Flower. „Mein herzlicher Dank gilt dem Bezirk Bergedorf, den Hamburger Energienetzen und all unseren lokalen Partnern, die dazu beigetragen haben, dieses Projekt Wirklichkeit werden zu lassen.“

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Projekt 2023 gestartet

Trotz der dringenden Notwendigkeit des Speicherausbaus dauern solche Projekte wie in Hamburg noch sehr lange. Denn das Team von Flower hat bereits 2023 damit begonnen, die interne Entwicklung des Projekts anzustoßen. Inzwischen liegen alle Genehmigungen vor und der Netzanschluss ist freigegeben. „Wie bei all unseren intern entwickelten Projekten wurde auch dieses Projekt in enger Zusammenarbeit mit Kommunen, Grundstückseigentümern und Netzbetreibern entwickelt, um sicherzustellen, dass es sowohl lokal als auch für das übergeordnete Energiesystem einen Mehrwert schafft“, sagt Annie Olofsson, die bei Flower für das Asset-Management verantwortlich ist.

Hamburger Unternehmen unterstützen

Unterstützt wurde Flower im Ansiedlungsprozess von Hamburg Invest. Die städtische Wirtschaftsförderung begleitet Unternehmen, die sich im Wirtschaftsraum Hamburg ansiedeln möchten, mit einem umfassenden, kostenlosen Service. Im Fall von Flower beriet Hamburg Invest insbesondere bei der Flächensuche und Standortentwicklung. Auch Scaleup Hamburg unterstützte den Prozess in einer frühen Phase. „Unser Ziel ist es, innovative Unternehmen für Hamburg zu gewinnen und ihnen den Weg an den richtigen Standort so einfach wie möglich zu machen“, erklärt Rolf Strittmatter, Geschäftsführer von Hamburg Invest. „Genau solche Projekte zeigen sehr gut, wie Hamburg eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und die Energiewende zusammenbringt“, betont er.

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Gut geeigneten Standort gefunden

Der neue Standort in Bergedorf eignet sich zusätzlich optimal für das Projekt, da die Gewerbefläche von rund zwei Hektar in Allermöhe aufgrund bodenspezifischer Besonderheiten für eine andere gewerbliche Nutzung faktisch nicht infrage kommt. Für einen Batteriespeicher eignet sie sich aber sehr gut und ist zusätzlich optimal gelegen. „Der Standort in Bergedorf ist besonders passend: mit der Nähe zum Energie-Campus der HAW Hamburg und zum entstehenden Innovationspark Bergedorf, der unter anderem auf erneuerbare Energien ausgerichtet ist“, sagt Rolf Strittmatter von Hamburg Invest.