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KI-gesteuerte Batteriespeicher sparen Kosten in der Lebensmittelindustrie

Die Lebensmittelherstellung ist ein energieintensives Unterfangen. Vor allem Lastspitzen treiben die Energiekosten nach oben. Diese entstehen in der Lebensmittelindustrie durch typische Produktionsabläufe wie Erhitzen, Reinigen, Abfüllen, Verpacken oder den Anlauf mehrerer Anlagen in kurzen Zeitfenstern. Das führt zu kurzfristig hohen Leistungsspitzen im Strombezug, die sich unmittelbar in den Netzentgelten niederschlagen. Kühlhäuser können diese Effekte zusätzlich verstärken, zum Beispiel durch zeitgleiches Anlaufen von Kühlaggregaten nach Schaltzyklen.

Lastspitzen kappen

Um diese Lastspitzen abzuschneiden, eignen sich intelligente Stromspeicher besonders gut, um wirkungsvoll gegenzusteuern und Kosten zu sparen. Einen solchen Speicher hat das Berliner Unternehmen Fion Energy entwickelt. Mit ihm können Unternehmen den Energieeinsatz und ihre Energiekosten nachhaltig optimieren. Denn neben dem Abschneiden von Lastspitzen ist der Speicher geeignet, um Preisunterschiede am Strommarkt profitabel zu nutzen. Zentraler Baustein ist dabei die selbstentwickelte KI-Steuerung des Batteriespeichers. Diese optimiert den Strombezug und das Lastenprofil automatisch auf Basis von Verbrauchsmustern, Tarifen und Marktpreisen.

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Drei Standorte ausgestattet

Fion hat drei Standorte eines Lebensmittelproduzenten mit Batteriespeichern ausgestattet. Jedes System kann 200 Kilowattstunden Strom zwischenlagern und diese mit einer Leistung von 200 Kilowatt abgeben. Gesteuert werden die Speicher von der Fion Energy Optimizer Software. Diese nutze Batteriespeicher deutlich vielseitiger als herkömmliche Lösungen.

Denn die KI-Steuerung analysiert sämtliche Faktoren wie Verbrauch vor Ort und Strompreise im Netz. Auf Basis dieser Daten setzt sie jeweils die optimale Lösung in Echtzeit um. So wird der Batteriespeicher zu Zeiten niedriger Strompreise geladen und bei hohen entladen. Damit kann das Unternehmen von Preisunterschieden am Strommarkt profitieren. Auch bei hoher Lastanforderung aus der Produktion liefert der Speicher Energie. Die Herausforderung ist, dieses gesamte System abzustimmen, damit ausreichend Energie zur Verfügung steht, wenn die Lastspitzen auftreten.

Amortisation in wenigen Jahren

Durch die Kombination aus Einsparungen durch die Lastspitzenkappung und zusätzlichen Erlösen durch den Arbitragehandel, ohne in den laufenden Betrieb einzugreifen, verkürzt sich die Amortisationszeit des Batteriespeichers. Nach Angaben von Fion Energy beträgt sie drei bis vier Jahre. „Durch die intelligente Kombination von Lastspitzenkappung, Arbitrage und Eigenverbrauchsoptimierung wird der Speicher optimal ausgelastet, wirtschaftlich betrieben und nahtlos in bestehende industrielle Energiesysteme integriert“, erklärt Johannes Meriläinen, Geschäftsführer von Fion Energy.

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Projekte von Anfang bis Ende begleiten

Fion liefert nicht nur das Speichersystem, sondern begleitet die Unternehmen durch alle Prozessphasen des Projekts und stellt ihnen einen festen Ansprechpartner zur Seite. Im konkreten Fall wurden an zehn Standorten deutschlandweit Batteriespeicher simuliert und potenzielle Einsparungen berechnet. Die Priorisierung der Standorte erfolgte dann anhand des Investitionsvolumens und der Amortisationszeiten. Nach Analyse und technischer Überprüfung hat Fion die vollständige Projektleitung für die Technik, Regulierung und den Betrieb der Anlagen übernommen, einschließlich der Sicherstellung aller regulatorischen Anforderungen.

Weitsicht statt Dunkelflaute

Fion übernimmt die Betriebsführung

Seit der Inbetriebnahme ist Fion für die intelligente Steuerung der Batteriespeicher zuständig. Das umfasst auch die Wartung und ein Monitoring rund um die Uhr, um jederzeit einen sicheren Betrieb und maximale Einsparungen zu gewährleisten. Dank Echtzeitreporting haben Unternehmen den Batteriebetrieb, die Einsparungen und Erlöse transparent im Blick. „Wir freuen uns, dass wir mit unserer Lösung auch dazu beitragen, die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit von deutschen Unternehmen zu optimieren. Denn gerade das Thema Energiekosten ist für viele ein Wettbewerbsnachteil – das wollen wir ändern“, betont Johannes Meriläinen.