Image
beschleunigung.jpeg
Foto: oneinchpunch - stock.adobe.com
Ins EEG 2021 müssen Beschleunigungsvorgaben rein. Das Umweltministerium hat jetzt Vorschläge gemacht. 

Erneuerbare-Energien-Gesetz

90 GW Wind, 150 GW PV, das geht!

Das Umweltministerium zeigt sich zuversichtlich, dass ein noch viel stärkerer Ausbau der Erneuerbaren als jetzt geplant bald Gesetz werden kann.

Umweltstaatssekretär Jochen Flassbarth hat am Dienstag im Interview mit der Wirtschaftszeitung Handelsblatt sich optimistisch zur Einigung geäußert, dass eine Einigung auf wesentlich höhere Ausbauziele der Erneuerbaren als jetzt gesetzlich festgelegt bald zu erwarten sei. Vergangene Woche hatte Bundesumweltministerin Svenja Schulze neue Ausbauziele  von 95 Gigawatt (GW) Windkraft und 150 GW Photovoltaik (PV) im Jahr 2030 betont. Flassbarth betonte nun, er sei „sehr zuversichtlich“, dass der fürs Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zuständige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sein Wort halte und noch im Frühjahr über die neuen Ausbauziele entscheiden lasse.

Das neue EEG 2021 war am 1. Januar in Kraft getreten, nachdem das Parlament ihm in der letzten Sitzungswoche im vergangenen Jahr zugestimmt hatte. Weil sich die Koalition zu diesem Zeitpunkt noch auf keine erhöhten Ausbauziele geeinigt hatte, hatte das Parlament außerdem einen sogenannten Entschließungsantrag mit der Aufforderung an die Bundesregierung zu einer schnellen Neubestimmung der Ausbauziele verabschiedet. Das EEG 2021 sieht derzeit einen Ausbau von Windkraft an Land  von 55 auf 71 GW vor sowie der PV von 53 auf 100 GW vor.

Die Bundesumweltministerin hatte in der vergangenen Woche nun ihre Pflöcke zur bevorstehenden Debatte eingeschlagen. Sie gehe von einem deutlich höheren Grünstrombedarf aus, als das EEG 2021 bisher. Der Bedarf, um die Klimaschutzziele zu erreichen, werde etwa 100 Terawattstunden (TWh) oberhalb der im EEG 2021 genannten Volumen liegen. Hier sieht das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) jetzt eine Anhebung der Grünstromproduktion von jetzt rund 250 TWh auf mehr als 475 TWh vor.

Mehrere Branchenverbände äußerten sich bereits zustimmend zum Vorstoß der Umweltministerin.

Foto: Windwärts

Analyse zum Erneuerbare-Energien-Gesetz

Zweite Luft für alte Windräder

Der Worst Case, die Stilllegung vieler ausgeförderter Windenergieanlagen, ist abgewendet. Aber nicht überall, meint Naturstrom-Chef Oliver Hummels.

Foto: MEV-Verlag, Germany

Energiesammelgesetz

Länder und Anwohner wollen mehr regionale Windkraft und PV

Gleich doppelt traf Bundesenergieminister Peter Altmaier fürs Bremsen der Energiewende nun auf starke Kritik: Vom Bundesrat und von ganz unerwarteter Seite!

Foto: vencav - Fotolia.com

Energiepolitik

7 Punkte, die die Politik bei PV, Wind, Wasserstoff und E-Mobilität ändern muss

Die Politik muss nachdem der Solardeckel gehoben wurde, noch viele weitere Anpassungen vornehmen, damit die Energiewende gelingt.

Foto: Windwärts

Novelle Erneuerbare-Energien-Gesetz

Bundesregierung zeigt in EEG 21 leichte Sympathien für Energiewende

Der Regierungsentwurf der Novelle zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2021 ist beschlossen – und erntet verhaltene Zustimmung bis scharfe Kritik.