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Timbertower

Holzmast bereit für Hochzeit

Ursprünglich sollte der Holzturm inklusive Windenergieanlage bereits im Juni fertig sein, allerdings gab es einige Verzögerungen: „Die Baugenehmigung war sehr zeitaufwendig, da im Laufe des Verfahrens weitere Gutachten angefordert wurden“, sagt Verena Meinen, Assistentin der Geschäftsführung auf Anfrage von ERNEUERBARE ENERGIEN. Außerdem prüfte die zuständige Behörde kontinuierlich die einzelnen Bauabschnitte während der Bauphase, um alle Sicherheitsaspekte genau dokumentieren zu können. Da es bisher noch kein vergleichbares Projekt gab, waren die Sicherheitsvorkehrungen strenger als bei anderen Projekten, heißt es bei Timbertower. So kam es dazu, dass der Turm nur schrittweise aufgebaut werden konnte und zwischendurch ein Prüfingenieur die einzelnen Abschnitte abnehmen musste.

Timbertower arbeitet bereits seit 2010 an der Demonstration seines achteckigen Turmkonzepts. Da es bislang noch keine Windturbine gegeben hat, die von einem Holzturm getragen wurde, war es schwer, Investoren und Genehmigungsbehörden von dem Konzept zu überzeugen. Auch das führte immer wieder zu Verzögerungen in der Umsetzung. Mit dem saarländischen Unternehmen Vensys fand sich aber ein geeigneter Hersteller für den Prototyp – Vensys liefert die 1,5-Megawatt-Anlage, die nun auf dem Turm installiert wird.

Zu den bisherigen Entwicklungskosten des Holzturms wollte Timbertower keine Auskunft geben. Allerdings ist bereits im Mai bekannt gegeben worden, dass man bei der Serienproduktion zehn bis 20 Prozent günstiger produzieren könne als bei Stahltürmen gleicher Größe. Dabei will Timbertower sich nicht auf 100 Metern Turmhöhe ausruhen: Schon im nächsten Jahr soll eine 140 Meter hohe Konstruktion folgen. Prinzipiell seien gar 200 Meter realisierbar.

Die offizielle Einweihung der Windkraftanlage ist noch für dieses Jahr geplant, genauer festlegen wollte sich Timbertower jedoch nicht. Fest steht aber, dass eine prominente Gästeliste dem Konzept noch mehr Aufmerksamkeit verschaffen soll: Eingeladen sind Bundesumweltminister Peter Altmaier und Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister.

(Nele Hammer)