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Oberflächenspezialist Aalberts stellt auf Solarstrom um – ohne eigene Investition

Aalberts Surface Technologies beschichtet und härtet seit 80 Jahren Bauteile für die Autoindustrie, den Maschinenbau und die Medizintechnik. Inzwischen betreibt der Oberflächenspezialist seine Produktion an 91 Standorten, 23 davon in Deutschland. Diese 23 Niederlassungen stellt das Unternehmen sukzessive auf Solarstrom um. Dabei investiert Aaberts nicht selbst in die Anlagen, sondern kooperiert mit Gigagreen.

Sonnenstrom per Onsite-PPA

Gigagreen plant, baut und betreibt die Anlagen und übernimmt auch deren Finanzierung. Den erzeugten Strom wird das Unternehmen an die einzelnen Niederlassungen von Aalberts Surface Technologies über einen langfristigen Stromliefervertrag verkaufen. Durch diesen sogenannten Onsite-PPA kann Aalberts den Strom so direkt vor Ort für einen fest vereinbarten Preis pro Kilowattstunde verbrauchen und kann sich gleichzeitig voll auf sein Kerngeschäft konzentrieren.

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Damit sichert sich der Oberflächenspezialist langfristig eigenen Sonnenstrom zu einem stabilen Preis ohne eigene Investition. Da die Erzeugung und der Verbrauch am selben Ort stattfinden, entsteht der Preisvorteil. Denn der Strom muss nicht durchs Verteil- und Übertragungsnetz fließen, sondern bleibt im Hausnetz der Niederlassung. Dadurch entfallen die Kosten für diesen Transportweg  und der Preis liegt weit unter dem für Strom aus dem Netz. Dadurch kann Aalberts mit dem Solarstrom auch die eigenen Betriebskosten senken.

Alle Standorte gleich behandeln

Das ist wichtig. Schließlich zählen Oberflächen- und Wärmebehandlung zu den stromintensivsten industriellen Verfahren. Die Anlagen laufen im Mehrschicht- und Dauerbetrieb. Jede Kilowattstunde vom eigenen Dach wirkt dort unmittelbar auf die Herstellungskosten. „Jede Kilowattstunde vom eigenen Dach ist eine, die wir nicht einkaufen müssen“, betont Oliver Jäger, Executive Director von Aalberts.
Dabei wird Aalberts Surface Technologies die Aufträge für die Photovoltaikanlagen nicht Werk für Werk einzeln vergeben, sondern behandelt sein Standortnetzwerk als Einheit. Es gibt nur ein Vertragsmodell, eine Betriebsführung, einen Ansprechpartner für alle Anlagen. Planung, technische Prüfung und Bauabwicklung werden einmal aufgesetzt und tragen dann über jeden weiteren Standort.

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Skalierung spart Kosten

Auch wenn sich Dachflächen, Lastprofile und Bausubstanz bei den Werken deutlich unterschieden, können die Kooperationspartner so skalieren und erhebliche Kosten sparen. „Mit Gigagreen bringen wir Photovoltaik systematisch auf die Dächer unserer Standorte“, sagt Oliver Jäger. „Unsere Werke unterscheiden sich in Prozessen, Energiebedarf und Bausubstanz erheblich. Eine Standardanlage gibt es bei uns nicht. Deshalb haben wir die Photovoltaik nicht Standort für Standort ausgeschrieben, sondern einen Partner gesucht, der jedes Objekt einzeln plant und trotzdem über das ganze Netz hinweg liefert.“

Mit fünf Standorten starten

Im Rahmen dieser Kooperation kann Gigagreen wiederum seine Stärken ausspielen. „Wir verkaufen unseren Kunden Strom, keine Anlagen“, sagt Wolfgang Röbig, Geschäftsführer von Gigagreen. „Er ist günstiger als Netzbezug, weil er dort verbraucht wird, wo er entsteht. Wir tragen Investitions- und Betriebsrisiko, der Kunde zahlt nur für die gelieferte Kilowattstunde. Über ein ganzes Standortnetzwerk hinweg rechnet sich das einmal mehr, weil Planung, Bau und Betrieb nur einmal aufgesetzt werden müssen“, umschreibt er den Vorteil der Vereinbarung mit Aalberts.

Wie flexible Preismodelle und Speicher PPAs verändern

Die Umstellung auf Solarstrom soll zunächst in den fünf größten Standorten von Aalberts Surface Technologies starten. Die Zusammenarbeit ist jedoch langfristig angelegt und soll schrittweise auf weitere deutsche Standorte ausgeweitet werden.