Nach dem Fall des Solardeckels

Petition: Jetzt Hindernisse beim Eigenverbrauch abbauen

Bündnis Bürgerenergie startet nach Fall des Solardeckels nun Petition zur Eigenversorgung mit Solarstrom ohne Hindernisse.

Nicole Weinhold

Das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) aus Berlin fordert ein Recht auf solare Eigenversorgung. BBEn lobt in dem Zusammenhang die Leistung Solarenergie-Fördervereins SFV, der 120.000 Unterschriften für die Aufhebung des Solardeckels gesammelt hatte. BBEn will nun, dass allen Bürger*innen der Klimaschutz zum Selbermachen ermöglicht wird – und alle Dächer mit Solaranlagen vollgepackt werden. Der Weiterbetrieb der Pionier-Anlagen ist ein Teil davon. Außerdem der Abbau aller Hindernisse bei der Nutzung von selbst erzeugtem Solarstrom durch die Umsetzung der Eigenversorgungs-Regeln in der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU.

Eigentlich können heute nur Eigenheimbesitzer die sogenannte Eigenversorgung wahrnehmen. Für andere – etwa Mieter*innen – wird es teuer und bürokratisch. Deshalb hat der Verein eine Folgepetition gestartet: "Wir brauchen jetzt ein Recht auf solare Eigenversorgung." - so der Titel. Hier unterschreiben.

Gefordert wird:

1. Solarstrom von der eigenen Photovoltaik-Anlage, der ohne Inanspruchnahme des öffentlichen Netzes direkt im Umfeld verbraucht wird, darf nicht weiter mit der EEG-Umlage („Sonnensteuer“) belastet werden.

2. Egal ob Häuslebauer oder Mieterin – alle Bürgerinnen und Bürger müssen individuell oder gemeinsam die Möglichkeit bekommen, Anlagen zur eigenen Versorgung zu betreiben.

3. Der Weiterbetrieb der Solaranlagen, die nach 20 Jahren aus der EEG-Förderung fallen, muss wirtschaftlich gesichert werden. Den Pionier-Anlagen der Solarenergiewende muss in vollem Umfang eine umlagenfreie Eigenversorgung und Anschlussvergütung ermöglicht werden.

Ziel ist es, dass die dezentrale, bürgernahe Energiewende endlich wieder Fahrt aufnehmen kann. "Wir hoffen, dass Sie uns mit Ihrer Unterschrift unterstützen!", so der Verein.