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Rote Karte für Dienstwagen: Die Ampel fällt durch

Mehr für den Klimaschutz zu tun, ist ein erklärtes Ziel der seit vergangenem Herbst regierenden Ampelkoalition. Doch noch nicht bei allen Ministerinnen und Ministern scheint diese Botschaft angekommen zu sein, wie der Dienstwagen-Check der deutschen Umwelthilfe zeigt: Von neun Fahrzeugen überschreiten sieben den CO2-Flottengrenzwert der EU von 95 g/km auf der Straße deutlich und erhielten damit eine Rote Karte.

Die meisten Politiker mit guter Klimabilanz kommen von den Grünen

„Lichtblicke“ seien lediglich Landwirtschaftsminister Cem Özdemir und Umweltministerin Steffi Lemke (beide Bündnis 90/Die Grünen) mit klimafreundlichen reinen E-Autos sowie Staatssekretärin Jennifer Morgan (Auswärtiges Amt/grün geführt) und den Staatssekretären Sven Giegold und Udo Philipp (beide Wirtschaftsministerium/grün geführt), die auf persönliche Dienstwagen ganz verzichten. Auf Landesebene sind sechs Spitzenpolitikerinnen ohne Dienstwagen unterwegs: Die Grünen-Politiker Dietmar Strehl und Anja Stahmann (Bremen), sowie Anjes Tjarks (Hamburg) und Katja Meier (Sachsen) sowie Sebastian Gemkow von der CDU (Sachsen) und der SPD-Politiker Heiko Geuer aus Mecklenburg-Vorpommern.

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Insgesamt überschreiten von allen 247 befragten Politikerinnen und Politikern auf Bundes- und Landesebene 83 Prozent der Fahrzeuge den EU-Flottengrenzwert für CO2 von 95 g/km im Realbetrieb um mindestens 20 Prozent und erhalten dafür die Rote Karte. Der durchschnittliche reale CO2-Ausstoß aller Dienstwagen liegt bei 219 g/km – mehr als das Doppelte des Grenzwerts. Schlusslichter im Ranking sind Schlusslichter sind Volker Bouffier (Hessen), Boris Pistorius Niedersachsen und Herbert Reul (NRW) insgesamt. Sie fahren jeweils einen Audi A8 als Dienstwagen gewählt, der 488 g/km realen CO2-Ausstoß auf die Straße bringt. Im Bund liegt Bauministerin Klara Geywitz hinten.

Nicht gewertet: gepanzerte Fahrzeuge von Scholz, Habeck, Baerbock, Lindner und Lauterbauch

Drei Politiker erhalten eine Gelbe Karte, da ihre Fahrzeuge den CO2-Flottengrenzwert auf der Straße „nur“ um bis zu 20 Prozent überschreiten.

Positiv wertet die DUH, dass sich die Gesamtzahl der Grünen Karten auf 30 fast verdoppelt hat. Dabei handelt es sich ausnahmslos um Elektrofahrzeuge. Im vergangenen Jahr lag die Anzahl der Grünen Karten noch bei 16.

Die besonders geschützten Fahrzeuge des Bundeskanzlers, des Vizekanzlers, der Verteidigungsministerin sowie der Außen- und Innenministerin und der Minister für Gesundheit und Finanzen wurden wie in den Vorjahren nicht gewertet. (kw)