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Wärmepumpe? Erst wenn die Gasheizung kaputt ist

Eine alte, aber funktionstüchtige Gasheizung ist das größte Hindernis für Hausbesitzer, wenn es um den Wechsel zur Wärmepumpe geht. Die an sich lobenswerte Haltung, etwas Funktionstüchtiges nicht zu verschrotten, hat indes Folgen für die Wärmewende und die Klimaziele im Gebäudesektor. Denn während laut aktuellen Zahlen des BDEW die Wärmepumpe im Neubau mehr als 70 Prozent der Heizungssysteme stellt, sind im Bestand die meisten Häuser noch mit Gas beheizt.

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38 Prozent der Befragten betreiben ein Gasheizung, die älter als 15 Jahre ist

Doch Klimawandel hin, steigende Gaspreise her: Ein Wechsel scheint aber für viele Immobilienbesitzer ausgeschlossen, so lange es die alte Heizung noch zuverlässig tut. Bei einer aktuellen Befragung des Energiekonzerns Vattenfall mehr als 12.000 eigenen Gaskunden mit Ein- oder Zweifamilienhäusern nennen 88 Prozent diesen Grund für ihr Zögern. Dabei besitzen laut dieser Zahlen 38 Prozent der Befragten eine Heizung, die mehr als 15 Jahre alt ist.

Mit größerem Abstand folgen hohe Anschaffungskosten (46 Prozent), Unsicherheit über politische Vorgaben (32 Prozent) sowie Unsicherheit bei der Heizungswahl (22 Prozent).

Immer mehr Bauherren und Hausbesitzer entscheiden sich für Wärmepumpen

Wechseln? Erst, wenn die Heizung kaputt ist

Auch bei den Motiven für einen möglichen Heizungswechsel stehen praktische und wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund: Für 60 Prozent ist eine defekte oder unzuverlässige Heizung der Hauptgrund für einen Wechsel. Es folgen hohe Energiekosten (49 Prozent) sowie die Unabhängigkeit von Gas und Öl (38 Prozent). Auch Fördermöglichkeiten (34 Prozent) sowie Umwelt- und Klimaschutz (20 Prozent) werden als Gründe für einen Heizungsaustausch genannt.

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„Solange die bestehende Heizung zuverlässig funktioniert, wird die Frage nach einem Wechsel oft vertagt – obwohl sich der Wechsel zur Wärmepumpe angesichts steigender Gaspreise oft schon vorher lohnt“, sagt Carsten Gerasch, leitender Produktmanager bei Vattenfall.

Gaspreise sind Thema bei Hausbesitzern

Zugleich zeige sich, dass sich die Hausbesitzer durchaus mit dem Thema auseinandersetzten, heißt es von Vattenfall. Besonders stark beschäftigen die Befragten die zukünftige Entwicklung der Gaspreise – 75 Prozent sehen hier Informationsbedarf, gefolgt von Sparpotenzialen bei den Gaskosten (48 Prozent). „Diese hohen Werte sind nachvollziehbar, schließlich zeigt die aktuelle Entwicklung am Gasmarkt einmal mehr, wie stark wir von internationalen Energie- und Rohstoffmärkten abhängig sind“, betont Gerasch. „Solange wir fossile Energieträger importieren müssen, importieren wir auch geopolitische Risiken und deren Auswirkungen auf die Preise.“ Mehr Informationen wünschen sich die befragten Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer zudem über Heizungsalternativen (45 Prozent) und gesetzliche Vorgaben (37 Prozent).

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Bei der Frage nach einer künftigen Heizlösung wird die Wärmepumpe mit 33 Prozent am häufigsten genannt. Gleichzeitig haben sich 31 Prozent der Befragten noch nicht auf eine Technologie festgelegt. Der hohe Anteil Unentschlossener mache deutlich, dass viele Hauseigentümer noch Orientierung bei der Wahl ihrer künftigen Heizlösung suchten, so Gerasch. Nach Vergleichsberechnungen von Vattenfall sei die Wärmepumpe mit Installations- und Betriebskosten schon jetzt über 20 Jahre signifikant günstiger als eine neue Gasheizung. „Steigende CO₂-Kosten und die zunehmenden Kosten für die Netznutzung, die sich die sinkende Anzahl an Personen mit Gasheizung teilen, werden fossile Heizungen langfristig verteuern“, betont er. Für 18 Prozent bleibt trotzdem die Gasheizung jedoch eine denkbare Option, weitere 13 Prozent können sich auch eine Gas-Hybridheizung vorstellen.