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50-MW-Elektrolysemodul von Sunfire soll Kosten für Wasserstoffprojekte halbieren

Sunfire bringt mit Hylink Alkaline 23 ein neues Elektrolysesystem auf den Markt. Das Modul ist auf eine Nennleistung von 50 Megawatt und für den Einsatz in Projekten im dreistelligen Megawattbereich ausgelegt. Da es für den Outdoor-Betrieb konzipiert sei, könne man sich Kosten für ein Gebäude sparen. Bei einem 100-MW-Projekt reduziert sich damit die Zahl der benötigten Module von bisher zehn auf zwei.

Druck-Alkali-Stack der zweiten Generation als Kern

Kern des Systems ist der 30-bar(g)-Druck-Alkali-Stack der zweiten Generation von Sunfire. Durch den erhöhten Betriebsdruck lässt sich laut Sunfire der Aufwand für die nachgelagerte Wasserstoffkompression deutlich reduzieren. Die Stack-Technologie sei bereits in industriellen Anlagen in Europa im Einsatz. Sunfire hat für das neuen Modul das bisherige 10-MW-Modul auf Basis von Erfahrungen aus laufenden Industrieprojekten weiterentwickelt. Im neuen Systemdesign wurden zentrale Anlagenkomponenten zusammengeführt, die Luftkühlung standardmäßig integriert und der Vorfertigungsgrad erhöht.

Christian von Olshausen, CTO von Sunfire, erläutert die Kostensenkung: „ Erstens steigern wir die Modulleistung von 10 auf 50 Megawatt und senken dadurch den Material- und Komponentenaufwand deutlich. Zweitens ist die Lösung vollständig für den Outdoor-Betrieb konzipiert, sodass Gebäude und gebäudebezogene Infrastruktur als wesentliche Kostentreiber entfallen. Drittens sind zentrale Schnittstellen bereits in die Anlage integriert, was die Komplexität erheblich reduziert. Viertens verkürzt ein hoher Vorfertigungsgrad die Installationszeit und minimiert den Aufwand vor Ort. Fünftens basiert das System auf unserer bewährten 30-bar-Stack-Technologie mit validierter Performance. Diese fünf Verbesserungen zusammen senken die installierten Gesamtkosten für unsere Kunden um bis zu 50 Prozent."

Zielgruppe sind industrielle Projekte

Sunfire adressiert mit dem neuen System nach eigenen Angaben gezielt Kunden aus Industrien wie Raffinerien, der Chemie- oder der Ammoniakproduktion. Nils Aldag, CEO von Sunfire, sagt: „Wir haben diesen Markt aktiv mitgestaltet und in 16 Jahren Projekte von einigen hundert Kilowatt über niedrige Megawattgrößen bis in den industriellen Maßstab realisiert." Die aktuellen 100-MW-Projekte des Unternehmens seien Folgeaufträge von Bestandskunden. Sunfire beschäftigt mehr als 700 Mitarbeiter in Deutschland und produziert Elektrolyseure auf Basis der Druck-Alkali- und der Festoxid-Technologie (SOEC).