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„Erneuerbare Energien verteidigen“ gegen Reiche-Rückwärtspolitik am 18. April

Greenpeace, WWF, Deutsche Umwelthilfe, German Zero und Germanwatch sowie das Bündnis Fridays for Future und die Proteste-Kampagnen-Plattform Campact wollen am kommenden Samstag in allen vier deutschen Millionen-Städten ein Zeichen gegen die von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche verkörperte Energiepolitik der Bundesregierung setzen. In Berlin, Hamburg, München und Köln sollen ab 12 Uhr die Menschen auf die Straße gehen und für „saubere Energie, für Unabhängigkeit, gegen fossile Lobbypolitik“ eintreten. Offizielles Motto der Veranstaltung ist die Aufforderung „Erneuerbare Energien verteidigen“.

„Die Pläne aus dem Wirtschaftsministerium bremsen den Ausbau der Erneuerbaren und gefährden eine Energiezukunft, die sauber, sicher und bezahlbar ist. Gerade in Zeiten von Kriegen, Krisen und heftigen Preissprüngen zeigt sich: Öl und Gas machen uns abhängig und erpressbar. Erneuerbare Energien schützen Verbraucher*innen vor fossilen Kostenfallen, stärken unsere Unabhängigkeit und sind die beste Antwort auf die Klimakrise.“ So fordern die Organisatoren in ihrem im Internet verbreiteten Aufruf zum Engagement der Bürgerinnen und Bürger auf.

Die Demonstration wird auf eine Reihe vorangegangener Protestaktionen seit vergangenem Herbst und insbesondere seit Jahresbeginn 2026 folgen, die sich gegen den von der Wirtschaftsministerin vertretenen Kurs richteten. Katherina Reiche bereitet parallel zu den Reformen für die Regelung des weiteren Ausbaus der Erneuerbare-Energien-Kapazitäten große Gesetzespakete zur Stromnetzregulierung und für einen gesonderten Gaskraftwerkspark vor, wobei die darin bereits erkennbaren Leitlinien die Erneuerbare-Energien-Förderung auszubremsen drohen. Beispielsweise sieht das sogenannte Netzpaket regionale Vorbehalt der Stromnetzunternehmen gegen das grundsätzliche Recht von Erneuerbare-Energien-Anlagenbetreibende vor, neu errichtete Anlagen an die Stromleitungen anschließen zu dürfen.

„Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) greift die Energiewende an – doch quer durch die Gesellschaft formiert sich Widerstand“, heißt es in dem Aufruf. „Die Pläne aus dem Wirtschaftsministerium bremsen den Ausbau der Erneuerbaren und gefährden eine Energiezukunft, die sauber, sicher und bezahlbar ist. Gerade in Zeiten von Kriegen, Krisen und heftigen Preissprüngen zeigt sich: Öl und Gas machen uns abhängig und erpressbar. Erneuerbare Energien schützen vor fossilen Kostenfallen, stärken unsere Unabhängigkeit und sind die beste Antwort auf die Klimakrise.“

Im Detail fordern die Organisatorinnen und Organisatoren der Demons in ihrem im Internet verbreiteten Aufruf das Engagement der Bürgerinnen und Bürger dafür ein, auch für einige konkrete Forderungen an die Politik zu demonstrieren: für mehr Tempo beim Ausbau von Sonnen- und Windkraft, schnelles Ausstatten der Strominfrastruktur mit mehr Verteilnetzen und Speichern sowie damit verbunden eine Digitalisierung der Stromnetze, die Förderung einer starken europäischen Energiewende-Industrie, für weniger Steuern auf Strom und günstigeren Strom speziell für Wärmepumpen und schließlich auch für eine soziale Förderung und einen „Mieter*innen-Schutz“ jeweils beim klimafreundlichen Heizen: „Wir sagen Nein zu Rückschritten – und Ja zu einer Energiewende, die schneller, gerechter und bezahlbar für alle wird.“

Als Unterstützende Organisationen haben sich auch der Wohlfahrtsverband Der Paritätische, die Umwelt- beziehungsweise Natur- oder Klimaschutzorganisationen Nabu, Umweltinstitut München, Ausgestrahlt, Robin Wood, BUND, Protect the Planet sowie Untereinheiten von BUND und WWF ebenso wie die Energiebranchenorganisationen Solarenergie Förderverein, Energy Watch Group, Bundesverband nachhaltige Wirtschaft, Deutsche Gesellschaft Sonnenenergie und Landesverband Erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern eingetragen.

Start der Veranstaltungen ist jeweils um 12 Uhr in Berlin im Invalidenpark, in Hamburg in der Fußgängerzonen-Zeile Jungfernstieg, in München am Siegestor und in Köln am Heumarkt.  

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