Foto: Salzgitter AG

Grüner Wasserstoff in der Stahlproduktion

Sunfire installiert industrielle Elektrolyseanlage für Salzgitter AG

Sunfire hat für Salzgitter Flachstahl einen Hochtemperatur-Elektrolyseur im Industriemaßstab errichtet. Die Anlage soll bis Ende 2022 100 Tonnen grünen Wasserstoff liefern.

Der Dresdner Hersteller Sunfire hat eine Hochtemperatur-Elektrolyseanlage zur Wasserstoffproduktion auf dem Werksgelände der Salzgitter Flachstahl installiert. Mit einer elektrischen Leistung von immerhin 720 Kilowatt soll die Anlage bis Ende 2022 mindestens 100 Tonnen grünen Wasserstoff aus Ökostrom produzieren, den das Unternehmen in der Stahlproduktion einsetzt. Das wird möglich, wenn der Elektrolyseur in dieser Zeit die geplante Laufleistung von 13.000 Stunden erreicht.

Demonstrationsanlage im industriellen Maßstab

Für die Salzgitter AG ist die Installation des neuen Elektrolyseurs ein weiterer Schritt auf dem Weg hin zu einer CO2-armen Stahlproduktion mit grünem Wasserstoff. Denn schon im Jahr 2016 hat Salzgitter Flachstahl und Sunfire zusammen mit weiteren Projektpartnern das Projekt zur Wasserstoffproduktion mit Ökostrom begonnen. „Mit der Einbindung dieser weltweit leistungsstärksten Anlage in großindustrielle Prozesse betreten wir Neuland bei der energieeffizienten Wasserstofferzeugung“, erklärt Benedikt Ritterbach, verantwortlich für die Forschung und Entwicklung im Salzgitter-Konzern. Die Anlage werde jetzt weitere Erkenntnisse über den industriellen Demonstrationsbetrieb eines Hochtemperatur-Elektrolyseurs liefern.

Potenzial für energieintensive Industrie

Nils Aldag, Geschäftsführer von Sunfire betont die Bedeutung von grünem Wasserstoff in der Stahlproduktion. Das Projekt zeige das Potenzial des Energieträgers für energieintensive Industrien. „Aktuell werden in der Stahlindustrie intensiv neue und CO2-arme Produktionsrouten entwickelt“, erklärt er. „Die Technologie ist bereit für die Wasserstoffherstellung im industriellen Maßstab und wir sind bereit, dafür unsere Produktionskapazität erheblich zu steigern“, sagt Aldag mit Blick auf künftige Nachfrage seitens der Industrieunternehmen.

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