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Energiepolitik

Neue Studie: Kohleausstieg macht den Strom günstiger

Die Kohlekommission hat den Ausstieg aus der Kohleverstromung empfohlen. Das Öko-Institut sagt jetzt, die Auswirkungen auf die Strompreise seien gering.

Nicole Weinhold

Das Öko-Institut kommt in einer aktuellen Übersichtsstudie zu dem Ergebnis, dass der Ausstieg aus der Kohle den Strompreis in Deutschland im Mittel nur um rund 0,4 Cent pro Kilowattstunde steigen lassen würde. Das ist nur der erste Teil der guten Nachricht. Gleichzeitig sorgt der Ausbau der erneuerbaren Energien sorgt für eine Senkung der Großhandelspreise mindestens in der gleichen Größenordnung.

Ziel der Koalition sind 65 Prozent erneuerbarer Energien bis 2030. Wird die Reduzierung der Kohleverstromung in Etappen mit einem stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien gekoppelt, sinken die Großhandelspreise um rund 0,4 Cent pro Kilowattstunde.

Kompensation für Stromverbraucher

„Die Kohlekommission hat eine Kompensation für steigende Strompreise für alle deutschen Stromverbraucher vorgeschlagen. Über die Höhe dieser Kompensationszahlungen sollte die Bundesregierung vor dem Hintergrund stark schwankender Brennstoffpreise auf Grundlage der real aufgetretenen Entwicklung entscheiden“, sagt Felix Matthes, Forschungskoordinator Energie- und Klimapolitik am Öko-Institut.

Studien ausgewertet

Das Öko-Institut hat verschiedene Studien zu Strompreiseffekten einer langsamen Reduzierung der Kohleverstromung ausgewertet. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Höhe des Strompreises außerdem von der Entwicklung der Erdgas- und CO2-Preise abhängt. Die untersuchten Studien beziehen sich auf das Jahr 2030, wenn laut Kohlekommission die Leistung der Kohlekraftwerke auf 17 Gigawatt reduziert worden ist. Ende 2017 waren es noch 43 Gigawatt.

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