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Enercon-Flaggschiff-Projekt für Rückkehr bayerischer Energie-Gemeinden

Auf einem bewaldeten Höhenrücken zwischen drei nordfränkischen Kommunen soll ab kommendem Frühjahr bis zur geplanten Inbetriebnahme im zweiten Quartal 2027 einer der leistungsstärksten Windparks in Bayern entstehen. Der geplante Windpark Rennsteig wird sich aus 15 Enerconturbinen des neuesten Typs der Bezeichnung E-175 zusammensetzen. Alle Anlagen haben eine Nennleistung von 7 Megawatt (MW). Damit wird das Vorhaben zu einem der leistungsstärksten Windparks des Bundeslandes Bayern mit 105 MW führen.

Die drei Nachbargemeinden des Standorts im Wald, der zur Mittelgebirgsregion Thüringer Wald/ Frankenwald gehört, Tettau, Steinbach und Ludwigsstadt, werden sich alle auch als Eigentümer am Windpark beteiligen. Projektierungsunternehmen ist CPC Germania aus Nordrhein-Westfalen, das sich eine „Regionalisierung der Windparkprojekte“ auf die Fahnen schreibt und für seine Windparkprojekte „klare Absprachen“ mit Gemeinden und Kommunen in Aussicht stellt. Die drei Kommunen werden gemäß der Vereinbarungen zum Windpark Rennsteig eine gemeinsame Inhaber- und Betreibergesellschaft einrichten, an der jede Gemeinde ein Drittel erhält. 4 der 15 Windturbinen sollen dann zur kommunalen Betreibergesellschaft gehören. Damit werden die Gemeinden auch direkt am Windpark beteiligt sein.

Das Vorhaben war 2022 vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder als Pilotprojekt geadelt worden, das „höchste Priorität“ habe. Als Wind- und Wasserstoff-Energiepark solle es günstigen Grünstrom liefern, um regionale energieintensive Industrieunternehmen wie die ansässige Glasindustrie verlässlich mit Energie zu versorgen. Eine Bürgerbefragung hatte für dieses Konzept eine Zustimmung zu dem Bau von 85 Prozent ergeben. Den Vertrag über die kommunale Beteiligung von rund 30 Prozent am Windpark hatten die Kommunen im April bei CPC Germania in Rheine unterzeichnet. Die Anlagen mit 162 Meter Nabenhöhe und 175 Meter Rotordurchmesser sollen eine Auslastung mit einer Stromerzeugung bei umgerechnet jährlich knapp 3.000 Volllaststunden ermöglichen.

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