Der Branchenverband warnt vor neuen Belastungen für Betreiber und Projektierer. Diese werden die Investitionen in die Photovoltaik einbrechen lassen. Deshalb unterbreitet der Verband konkrete Empfehlungen für eine grundlegende Überarbeitung der Gesetzesentwürfe.
Die vorgelegten Entwürfe zu den beiden Gesetzen enthalten zwar leichte Verbesserungen gegenüber den ursprünglich geplanten Hürden für die Energiewende. Doch die grundlegenden Kritikpunkte bleiben erhalten.
Iran-Krieg und die Ankündigung einer verpflichtenden Direktvermarktung für kleinere Solaranlagen sind derzeit Treiber des Zubaus. Doch in der Branche sieht man auch die Wirkung von Regelungen, die mehr Freiheiten für Anlagenbetreiber bedeuten.
Der Bundestag hat den einseitig auf Gaskraftwerke zugeschnittenen Regierungsentwurf für einen Kapazitätsmarkt entschärft. Doch die Hürden für Speicher bleiben weiter hoch.
Trotz schwierigen Starts rechnet der Bundesverband Solarwirtschaft mit einem ähnlichen Ausbau der Photovoltaik, wie im vergangenen Jahr. Die Nachfrage nach großen Batteriespeichern hat sich hingegen mehr als vervierfacht.
Mit der Reform sollen Betreiber von Solaranlagen stärker an der Finanzierung des Netzes beteiligt werden. Die Solarbranche fordert, dass Änderungen mit Augenmaß vorgenommen werden sollen und Flexibilität durch Speicher belohnt werden müssen.
Die Solarthermie gilt als Erfüllungsoption für die Biotreppe beim Einbau von Gasheizungen. Doch die Effizienz der Kollektoren spielt dabei keine Rolle. Die Konzentration auf die Solarthermie könnte auch die Wärmepumpe unterstützen.
Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft wurde in den ersten drei Monaten dieses Jahres so viel Speicherkapazität ausgebaut wie nie zuvor. Inzwischen können die installierten Speicher zwei Gaskraftwerke in der Kapazitätsreserve ersetzen.
Die Mehrheit der Bundesbürger sieht in den Erneuerbaren eine Absicherung vor geopolitischen Schocks und damit steigenden Preisen für Energieimporte. Der BSW-Solar fordert die Bundesregierung auf, diese Interessen der Bevölkerung ernst zu nehmen.
Zum Start des diesjährigen Treffens im Kloster Banz ging es darum, was die gesamte Solarbranche derzeit umtreibt: die geleakten Ideen aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Der BSW-Solar geht davon aus, dass diese nicht so kommen wie geplant.
Die direkte Vermarktung von Strom aus kleinen Solaranlagen, wie sie das Bundeswirtschaftsministerium andenkt, ist kommunikationstechnisch derzeit überhaupt nicht möglich. Außerdem verstößt die Regelung gegen den Koalitionsvertrag – schon die zweite.
Das installierte Volumen von Batteriespeichern hat sich in den vergangenen Jahren verfünffacht. Doch der Zubau ist kein Selbstläufer, warnt der BSW-Solar.
Im vergangenen Jahr wurde ähnlich viel Solarstromleistung neu installiert wie im Jahr 2024. Damit stagniert der Markt zwar. Aber bei der Stromerzeugung ist die Photovoltaik inzwischen die zweitgrößte Technologie in Deutschland.
Die Kombination mit einem Speicher hat gleich mehrere Vorteile und sorgt nicht nur dafür, dass weniger Solarstrom im Netz transportiert werden muss. Die Rahmenbedingungen müssen aber stabil bleiben.
Ein Rechtsgutachten kommt zu dem Schluss, dass eine einfache Regelung den Betrieb von Mieterstromprojekten, gemeinschaftlichen Versorgungsanlagen und Onsite-PPA rechtssicher ermöglicht.
Die neuen gesetzlichen Regelungen legen fest, dass der Bau von Speichern vor anderen Belangen Vorrang genießt. Außerdem werden Netzentgelte für die gemischte Nutzung von Speichern abgeschafft.
Die Produktion von Solarstrom hat in den vergangenen Jahren nicht nur Haushalten, sondern auch Unternehmen und der Industrie Stromkosten in Milliardenhöhe gespart. Dies zeigt: Die Strompreise für die deutsche Wirtschaft sinken primär mit dem weiteren Ausbau der Photovoltaik.
Bis 2030 sollten 100 Gigawattstunden Speicherkapazität am Netz sein. Bisher ist weniger als ein Viertel davon installiert. Der BSW-Solar hat auch herausgefunden, wie der schnellere Ausbau gelingen kann.
Mit Blick in den Monitoringbericht, dessen Autoren den Solarausbau von allem auf der Freifläche sehen, will die Bundeswirtschaftsministerin die Vergütung für Dachanlagen streichen. Dies würde den Ausbau weiter ausbremsen und Bürger von einer Investition abschrecken, warnen Verbände.
Die Verschleppung der Bearbeitung von Netzanschlussanträgen für Solaranlagen und Speicher ist ein Grund für die langsame Energiewende. Die Solarbranche unterbreitet Vorschläge, wie es besser geht und gleichzeitig die Netze entlastet werden können.
Unternehmen können im ersten Jahr 30 Prozent der Investition in eine Solaranlage und einen Speicher schon im ersten Jahr abschreiben. Dies macht die Investition zusätzlich zu den niedrigen Gestehungskosten interessanter als eine Stromsteuersenkung.
Durch immer häufigere und stärkere Hitzewellen steigt die Nachfrage nach Klimaanlagen. Damit wächst auch der Energiebedarf. Damit dieser die CO2-Emissionen nicht in die Höhe treibt und weitere Erderwärmung verursacht, plädiert der BSW-Solar für mehr erneuerbare Energien.
Im neuen EnWG wird demnächst auch der Ökostromhandel innerhalb von Quartieren möglich. Allerdings ist die Regierung mit der Novelle viel zu kurz gesprungen. Denn dringende und wichtige Regelungen fehlen völlig.
In Deutschland sind derzeit Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von gut 107 Gigawatt installiert. Damit der Ausbau ungehindert weitergehen kann, müssen die Regelungen weiter vereinfacht und der Speicherausbau beschleunigt werden.
Die Nachfrage nach Steckersolaranlagen boomt. Das liegt unter anderem an den Vereinfachungen, die die letzte Bundesregierung vorgenommen hat. Aber auch daran, dass sich solche Systeme erfahrungsgemäß innerhalb von wenigen Jahren rechnen.